Jugendherbergen in Westfalen-Lippe öffnen wieder

Nach rund zehnwöchiger Schließzeit geht Ende Mai ein Teil der Jugendherbergen in Westfalen-Lippe wieder an den Start: 16 der 29 Häuser in der Region wurden am Freitag, 29. Mai wiedereröffnet.

„Wir freuen uns sehr, dass jedenfalls ein Teil unserer Häuser wieder öffnen kann und haben uns mit einem umfangreichen Hygienekonzept, einer angepassten Belegung unserer Häuser und neuen Programmangeboten intensiv auf die Corona-konforme Wiedereröffnung vorbereitet“, berichtet Wolfgang Büttner, Geschäftsführer des Landesverbandes Westfalen-Lippe im Deutschen Jugendherbergswerk (DJH).

Entsprechend gingen am Freitag folgende Standorte wieder ans Netz: Burg Bilstein, Bochum, Brilon, Detmold, Dortmund, Freusburg, Hagen, Haltern am See, Horn-Bad Meinberg, Möhnesee, Münster, Nottuln, Petershagen, Sorpesee, Wewelsburg und Winterberg. Um die Vorgaben bestmöglich umsetzen zu können und dem Gast das höchstmögliche Maß an Sicherheit zu gewährleisten, hat der Landesverband sich freiwillig dazu entschieden, die Herbergen deutlich „luftiger“ zu belegen. „Wir werden die Anzahl der Gäste deutlich beschränken und nur einen Teil der Zimmer gleichzeitig belegen“, so Geschäftsführer Büttner.

 Weitere Öffnungen nach den Sommerferien möglich

Einigen Jugendherbergen ist eine Öffnung aufgrund der aktuellen Vorgaben nicht möglich – sie bleiben voraussichtlich bis zum 11. August geschlossen. „Wie gehen derzeit davon aus, dass wir ab dem 12. August auch diese Jugendherbergen wiedereröffnen können. Das ist aber natürlich abhängig von der weiteren Entwicklung der Pandemie und den damit verbundenen gesetzlichen Vorgaben“, erklärt Geschäftsführer Büttner. In Westfalen-Lippe ist die Umsetzung der Corona-Auflagen in folgenden Jugendherbergen nicht möglich oder wäre unwirtschaftlich: Altena, Bad Driburg, Cappenberger See, Glörsee, Paderborn, Porta Westfalica, Rheine, Rüthen, Reken und Soest. Beispielsweise verfügen diese Häuser vorwiegend über Mehrbettzimmer ohne eigene sanitäre Einrichtungen oder es können durch bauliche Gegebenheiten die Abstandsregeln nicht eingehalten werden.

Drei weitere Jugendherbergen (Biggesee, Bielefeld und Tecklenburg) werden zudem bis voraussichtlich 31. Oktober 2020 als Unterkünfte für Geflüchtete genutzt.

Aufgrund der Kontaktverbote und Abstandsregeln können derzeit lediglich Familien, Einzelreisende oder befreundete Paare aus zwei Familien sowie Freundeskreise aus zwei Familien eine Reise buchen. Gruppenreisen sind grundsätzlich nicht verboten und können nach individueller Prüfung der Möglichkeiten durch die jeweilige Jugendherberge (max. zwei Personen pro Zimmer, Abstandsmöglichkeiten im Speisesaal oder Tagungsräumen etc.) stattfinden.

Familien-Special: Gemeinschaft erleben – nur anders

Gerade für Corona-gestresste Familien haben die Jugendherbergen in Westfalen-Lippe ein spezielles Angebot gestrickt. „Zwar können wir unser, für die Jugendherbergen charakteristisches, Programm mit vielen erlebnispädagogischen Angeboten und gemeinschaftlichen Erlebnissen so nicht ermöglichen. Wir haben uns aber intensive Gedanken gemacht, was wir unseren Gästen an den einzelnen Jugendherbergsstandorten anbieten können“, erläutert Wolfgang Büttner. „Gemeinschaft erleben“ – so der Slogan des DJH – könnten Familien auch in Corona-Zeiten – nur eben etwas anders.

Das Familien-Special gibt es in zwei Varianten mit fünf oder sieben Übernachtungen und beinhaltet neue Spiele für drinnen und draußen zum Ausleihen oder ein Booklet mit Spieltipps für die ganze Familie Außerdem hat jede Jugendherberge zusammengestellt, welche Attraktionen in der Umgebung auch in der aktuellen Pandemie-Situation besucht werden können. Weitere Infos dazu gibt es unter www.nordsee-sauerland.jugendherberge.de.

 

Alle relevanten Informationen sind unter https://nordsee-sauerland.jugendherberge.de/reiseinfo/ abrufbar.