Polizisten nehmen Raser von Coesfeld fest

Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Münster, der Polizei Coesfeld und der Polizei Münster
Nach der Flucht eines schwarzen Kleinwagens durch die Innenstadt von Coesfeld am Freitagabend (17.7., 19:15 Uhr) fahndete die Polizei nach dem Beschuldigten mit Hochdruck.

Hintergrund: Freitagabend (17.7., 19:15 Uhr
Um kurz nach 19 Uhr beabsichtigte eine Polizeistreife in der Coesfelder Innenstadt einen dunklen Kleinwagen mit einem Kennzeichen aus Warendorf zu überprüfen. Das Auto flüchtete vor der Kontrolle mit überhöhter Geschwindigkeit durch die Fußgängerzone. Dabei beschädigte es einen Blumenkübel und Tische vor einer Außengastronomie. Es wurden dabei zwei Personen durch umherfliegende Teile leicht verletzt. Im Bereich der Innenstadt verlor die Polizei letztlich den Kontakt zu dem Autofahrer. Zur Fahndung nach dem Flüchtigen setzte die Polizei einen Hubschrauber ein. Das Fahrzeug wurde nach jetzigem Kenntnisstand von einer männlichen Person, ca. 20-40 Jahre alt, dunkle kurze Haare, dunkler Teint und leichter Bart, gefahren. Zur Bekleidung kann lediglich gesagt werden, dass er mit einem weißen T-Shirt bekleidet war. Das flüchtige Fahrzeug dürfte im kompletten Frontbereich beschädigt sein. Die Polizei fahndet derzeit noch nach dem Fahrzeug und dem Fahrer. Zeugen und Geschädigte werden gebeten, sich bei der Polizei in Coesfeld unter der Rufnummer
02541/140 zu melden.

Am Samstagabend (25.7., 21.30 Uhr) sah eine Polizistin, die privat unterwegs war, den 29-Jährigen am Ludgerikreisverkehr in ein Taxi steigen. Die Beamtin verfolgte das Taxi mit dem Fahrrad und alarmierte die Kollegen. Der 29-Jährige ließ sich kurz danach widerstandslos noch in dem Taxi festnehmen. In seinen Taschen fanden die Polizisten eine geringe Mengen Drogen und ein verbotenes Messer. Ein Richter erließ bereits am Montag (20.7.) Haftbefehl unter anderem wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Der 29-Jährige wurde heute (26.7.) einer Richterin vorgeführt, die den Haftbefehl verkündete und die Untersuchungshaft anordnete. Der 29-Jährige äußerte sich nicht zu den Vorwürfen.

Im Rahmen der Ermittlungen zum Aufenthaltsort des 29-Jährigen stießen die Polizisten auf fünf Fluchthelfer im Alter von 16 bis 33 Jahren aus den Kreisen Borken und Coesfeld, die ihn beim Untertauchen aktiv unterstützt haben sollen.

Gegen diese Männer ist bereits ein Verfahren wegen des Verdachts der Strafvereitelung eingeleitet worden.

Die Ermittlungen, insbesondere zu dem Motiv der Fahrt am 17.7., dauern an.