Die Landwirtschaft der Zukunft – Solargewächshäuser als Nahrungsmittellieferant

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Frankfurt am Main (ots) –

– Am 3. und 4. November fand in Spanien der Inversolar-Kongress unter dem Motto „Die Zukunft ist hier“ statt.
– Der Kongressteilnehmer und nordamerikanische Wissenschaftler Gary Stutte erläuterte in Almería, wie die in Solargewächshäusern betriebene Landwirtschaft zum Vorbild für die NASA und ihre Experimente zum Anbau von Pflanzen in der Schwerelosigkeit geworden ist.
– Das Treffen brachte auch führende nationale und internationale Experten aus verschiedenen Bereichen zusammen, um zu skizzieren, wie die Landwirtschaft der Zukunft aussehen sollte – eine Landwirtschaft, die nachhaltiger, produktiver und effizienter ist, um den demografischen Herausforderungen zu begegnen.

Die Weltbevölkerung wird in den nächsten 30 Jahren voraussichtlich um 2 Milliarden Menschen wachsen, von heute 7,9 Milliarden auf 10 Milliarden im Jahr 2050. Dieser Bevölkerungszuwachs bedeutet zwangsläufig, dass man sich der Herausforderung stellen muss, wie diese ernährt werden kann, und das in einem Kontext, in dem der Klimawandel die Produktion von Nahrungsmitteln aufgrund der Knappheit einer so wichtigen Ressource wie Wasser zunehmend erschweren wird.

Diese Herausforderung aus Sicht der Landwirtschaft zu lösen, war das Ziel des 3. Inversolar-Kongresses, der unter dem Motto „Die Zukunft ist hier“ stattfand. Zwei Tage lang drehte sich alles rund um Diskussionen und Vorträge verschiedener nationaler und internationaler Experten. Diese konzentrierten sich auf Solargewächshäuser als eine Ressource, die nicht nur effizient, sondern auch nachhaltig ist, um mehr mit weniger zu produzieren und die Umwelt zu schonen.

Effizienz und Nachhaltigkeit sind die beiden Worte, die während der beiden Konferenztage zur Lösung dieser wichtigen Herausforderung am häufigsten zu hören waren. Der Gewächshaussektor ist auf diese bereits vorbereitet, denn „er musste bereits während der Pandemie beweisen, dass er den Verbrauchern Obst und Gemüse garantieren kann, ohne dass der Markt auch nur im Geringsten beeinträchtigt wird“, wie Francisco Góngora, Präsident von Hortyfruta, bekräftigte. Die erfolgreiche Arbeit der gesamten Lebensmittelkette, zu der auch die Gewächshäuser gehören, hat es ermöglicht, dass „dies die erste große Pandemie ist, bei der es keine Hungersnot gab“, so der Wirtschaftswissenschaftler Daniel Lacalle, der darauf hinwies, dass „die Gewächshäuser das große Öl sind, das wir in diesem Teil Europas haben“.

Solargewächshäuser sind zentraler Obst- und Gemüse-Lieferant für Europa

Auf den 35.000 Hektar geschützter Anbauflächen in den Provinzen Almería und Granada werden jährlich etwa 4,5 Millionen Tonnen Obst und Gemüse geerntet, von denen 500 Millionen Menschen in Europa ernährt werden. Dies entspricht der Gesamtmenge an Obst- und Gemüse, die jährlich in ganz Deutschland produziert wird.

Aus diesem Grund „ist der Schutz dieser Anbauform und die Verhinderung ihrer weiteren Verteufelung in der Gesellschaft das grundlegende Element, um weiterhin gesunde Lebensmittel wie jene, die in diesen Gewächshäusern angebaut werden, zu gewährleisten“, bekräftigt Luis Miguel Fernández, Geschäftsführer von Coexphal. Die Bedeutung der Gewächshäuser ist so groß, dass Antonio Jesús Meléndez, Professor für Ernährung und Bromatologie, sie als „Carotinoid-Fabrik“ oder, anders ausgedrückt, als „Gesundheitsfabrik“ bezeichnet. Meléndez erklärt: „Carotinoide sind natürliche Pigmente, die für die Farbe vieler Lebensmittel verantwortlich sind und sie sind für die Entwicklung der Pflanzen, ihr Überleben und ihre Vermehrung unerlässlich.“ Darüber hinaus sind „einige dieser Stoffe Vorstufen von Vitamin A, einem der wichtigsten Nährstoffe zur Bekämpfung der Unterernährung in der Welt“, so Meléndez.

Weiterhin wurde über die Verbesserung und Anpassung von Produktionsmethoden gesprochen. Denn es sei paradox, über die Herausforderung der Welternährung zu sprechen, wenn ein Drittel der Lebensmittel weggeworfen wird und 800 Millionen Menschen auf der Welt an Hunger sterben. Im ländlichen Raum werden 14 Prozent der erzeugten Lebensmittel weggeworfen, weil „Angebot und Nachfrage nicht übereinstimmen, was sich direkt auf den Preis auswirkt und bedeutet, dass die Vermarktung einiger Produkte oft nicht rentabel ist“, erklärt der Mathematiker Mar Grande. „Die Vorhersage des Marktverhaltens, die Kenntnis der verfügbaren Produktmenge und des Preises ist für eine bessere Festlegung der Vermarktungsstrategie unerlässlich und wird uns helfen, die Lebensmittelverluste zu verringern und die Rentabilität des Sektors zu steigern. All dies lässt sich dank der künstlichen Intelligenz vorhersagen“, so Grande.

Auch der nordamerikanische Wissenschaftler Gary Stutte, der am Kennedy Space Center der NASA gearbeitet hat, wo er mehrere Forschungsprojekte zum Anbau von Pflanzen in der Schwerelosigkeit geleitet hat, beteiligte sich an den regen Diskussionen. Bei seiner Arbeit handelt es sich nicht um Science-Fiction oder um Experimente, die entwickelt werden, um Pflanzen im Weltraum anzubauen. Aus seiner Sicht „sind die Gewächshäuser eine große Inspiration, weil sie gezeigt haben, wie Pflanzen in einer kontrollierten Umgebung angebaut werden. Sie sind ein großartiges Beispiel für Nachhaltigkeit, Ressourcennutzung, Produktivität und Innovation – vier strategische Achsen, auf denen unsere Forschung basiert“, erläutert Stutte.

Wassermanagement als Lösung für Ressourcenknappheit

Wasser ist zweifellos der wichtigste und zugleich der knappste Rohstoff für das Leben, auch wenn 70 Prozent der Erde von Wasser bedeckt sind. Allerdings sind nur 0,025 Prozent, für den menschlichen Verbrauch geeignet. Dies und die verheerenden Konsequenzen des Klimawandels in Form von Dürreperioden machen Wasser zu einem kostbaren Gut, mit dem sorgsam umgegangen werden muss.

Diese Herausforderung ist in der Küstenregion von Almería und Granada wohlbekannt, die es geschafft hat, die größte Anbaufläche Europas zu schaffen, obwohl 24 Prozent des Gebiets von Trockenheit betroffen sind. Das Wassermanagement stand im Mittelpunkt vieler Präsentationen auf der Inversolar. Mehrere Projekte, die bereits im Gange sind, wurden vorgestellt, dazu zählten:

– dürreresistente Pflanzen unter Verwendung von Biostimulanzien zu züchten
– Fortschritte in der Biotechnologie, um Einsparungen beim Wasserverbrauch auf der Grundlage des Bedarfs der Pflanze zu erzielen
– Produktion von gedüngtem Wasser für die Bewässerung in Gewächshäusern als mögliche Lösung für die hohen Energiekosten der Entsalzung

Kongress war ein großer Erfolg

Die Veranstalter waren sehr zufrieden mit der Aufmerksamkeit, die dieser 3. Inversolar-Kongress erregt hat, der Experten, Forscher, Wissenschaftler, Multiplikatoren und Journalisten in der Versuchsstation Cajamar in Almería (Spanien) zusammenbrachte, um sich über die Zukunft der Landwirtschaft durch Solargewächshäuser zu informieren.

Dank der Streaming-Übertragung hatte das Forum auch eine beachtliche Zuschauerzahl auf YouTube. Jeder der Vorträge wurde von durchschnittlich 500 Zuschauern verfolgt. Auch in den sozialen Netzwerken hat das Treffen eine große Reichweite erzielt. Nach vorläufigen Angaben hat das Forum mehr als zwei Millionen Aufrufe generiert, die ein Publikum von mehr als einer halben Million Menschen erreicht haben.

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Was ist ein Solargewächshaus?

Ein Solargewächshaus ist eine geschlossene Struktur, die mit einer Kunststofffolie bedeckt ist, durch die Sonnenstrahlen scheinen und den Pflanzen das Licht geben, das sie brauchen, um die richtige Temperatur für ihre Entwicklung während der Wintermonate aufrechtzuerhalten, damit sie Photosynthese betreiben können. Dabei produzieren die Pflanzen Nährstoffe aus dem CO2, welches sie aus der Luft aufnehmen und geben enorme Mengen an Sauerstoff an die Atmosphäre ab. Solargewächshäuser unterscheiden sich deutlich von den Produktionsmethoden anderer Gewächshäuser, die mit fossilen Brennstoffen betriebene Heiz- und Beleuchtungssysteme verwenden, die bis zu 30 % mehr Energie verbrauchen und daher umweltschädlich sind.

Was ist KEIN Solargewächshaus?

Ein Gewächshaus mit Sonnenkollektoren, die Lichtenergie in elektrische Energie umwandeln, die dann zur künstlichen Beheizung oder Beleuchtung von Pflanzen verwendet werden kann.

Über Cute Solar

Cute Solar: Den Geschmack Europas in Solargewächshäusern kultivieren ist ein von APROA, dem Verband der Erzeugerorganisationen für Obst und Gemüse in Andalusien, HORTIESPAÑA, der spanischen interprofessionellen Organisation für Obst und Gemüse, und des Zusammenschluss der europäischen Erzeugerregionen für Obst und Gemüse, AREFLH, gefördertes Programm, mit dem Ziel, die europäischen Verbraucher über die Besonderheiten der landwirtschaftlichen Produktionsmethoden in Solargewächshäusern zu informieren. Dabei geht es insbesondere um zentrale Aspekte wie Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit sowie Sicherheit, Qualität und Rückverfolgbarkeit der Erzeugnisse.

Das Programm mit einer Gesamtinvestition von 1,95 Mio. EUR wird von den vorschlagenden Organisationen und der Europäischen Union kofinanziert, hat eine Laufzeit von drei Jahren (2020-2022) und wird in Spanien, Deutschland und Belgien umgesetzt.

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