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Sonntag, Juni 26, 2022

EHEC-Panne: Fleisch gefährlicher als Gurken und Gemüse?

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Was Kritiker der intensiven Landwirtschaft schon immer behaupten, könnte jetzt die Lösung des EHEC-Problems bringen.

Die Infektionen mit dem EHEC-Erreger können nach Ansicht eines Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO/Genf) ihren Ursprung eher im Fleisch als im Gemüse haben.

WHO-Experte Donato Greco sagte der italienischen Zeitung La Repubblica: „Der Erreger ist üblicherweise im Darm von Rindern zu finden und damit auch in rohem Fleisch wie Tartar oder schlecht gekochten Hamburgern.“

Er habe noch nie derart gefährliche Darmkeime auf Obst und Gemüse festgestellt. Zuletzt hatten deutsche Behörden behauptet, der Erreger wäre mit Gurken aus Spanien nach Deutschland gekommen.

Wäre Rindfleisch die Quelle für den gefährlichen Keim, könnte das auch mit der massiv Beigabe von Antibiotika in Tierfutter zu tun haben, sagte er. Dadurch seien die Bakterien zusätzlich resistent geworden.

Laut WHO ist EHEC bisher in zwölf Ländern aufgetreten. Infektionen gibt es demnach außer in Deutschland auch in Österreich, Tschechien, Dänemark, Frankreich, den Niederlanden, Norwegen, Spanien, Schweden, Schweiz, Großbritannien und den USA.

Von den meisten Patienten wisse man, dass sie zuvor in Deutschland waren. In Italien ist bisher noch kein Fall bekannt geworden.

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