19 September 2021

Englisch in der Grundschule ab Klasse 1 oder 3: Wann ist der beste Zeitpunkt?

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Berlin (ots)

– Die meisten Bundesländer starten ab der dritten Klasse mit dem Englischunterricht. Doch es gibt Ausnahmen – haben diese Schüler*innen einen Vorsprung?
– Die Online-Lernplattform sofatutor hat ausgewertet, wie viel Englisch deutsche Grundschüler*innen nach Bundesländern aufgeteilt auf der Plattform lernen.
– Zusätzlich gibt Grundschul-Expertin Constanze Trabant Tipps, wie Eltern ihr Kind beim Lernen der ersten Fremdsprache bestmöglich unterstützen.

Mit dem Start ins neue Schuljahr geht für die rund 750.000 Erstklässler*innen ein aufregender Lebensabschnitt los: Sie lernen die Grundlagen im Lesen, Rechnen und Schreiben, werden selbstständiger und knüpfen neue Freundschaften. In einigen Bundesländern steht auch Englisch auf dem Stundenplan der ersten Klasse. Aber das ist eher die Ausnahme: 12 von 16 Bundesländern starten ab Klasse 3 mit dem Englischunterricht – Ist das ein Nachteil für ihre Sprachkenntnisse?

Wer sind die Frühstarter?

NRW, Bayern, Sachsen – die meisten Bundesländer starten erst nach der Hälfte der Grundschulzeit mit dem Fachunterricht in Englisch. Anders ist das in Brandenburg: Dort wird Englisch bereits in Klasse 1 und 2 angeschnitten. Auch Hamburg und Rheinland-Pfalz starten den Fremdsprachenerwerb bereits ab Klasse 1. Das Saarland geht im Bundesvergleich einen einzigartigen Weg und konzentriert sich ab Klasse 3 erst mal auf Französisch. Englisch folgt dann ab der fünften Klasse an der weiterführenden Schule.

In Bayern pauken die Grundschüler*innen besonders fleißig englische Vokabeln

Wirkt sich dieser ungleiche Start auf das Lernniveau aus? Haben die Kinder in Hamburg und Rheinland-Pfalz einen Vorsprung beim Lernstoff am Ende der Grundschule? Um diese Frage zu beantworten, hat die Lernplattform sofatutor ausgewertet, wie viel Englisch deutsche Grundschüler*innen lernen. Basis dafür war der Grundschulanteil bei den Englisch-Aufgaben, die Lehrkräfte über die Lernplattform an ihre Schüler*innen verteilen.

Das Ergebnis: Bayerns Grundschüler*innen sind besonders fleißige Englisch-Fans. Sie erhielten mit 16 Prozent die meisten Englischaufgaben für die Grundschule. Auf Platz zwei landet Sachsen-Anhalt (13,5 %), gefolgt vom Frühstarter Brandenburg (13 %) sowie dem Bundesland Hessen (13 %) – beide auf Platz drei. Das zeigt: Ein späterer Start im Lehrplan bedeutet nicht, dass die Schüler*innen weniger Englisch lernen.

Tipps für Eltern: “Entdecken Sie Englisch auf spielerische Weise im Alltag”

Eltern, die sich dennoch Sorgen über den Lernfortschritt ihres Kindes machen, kann Grundschul-Expertin Constanze Trabant beruhigen. Die ehemalige Grundschullehrerin ist bei sofatutor verantwortlich für die Englisch-Lerninhalte für die Grundschule und verrät: “Der Zeitpunkt, an dem mit dem Lernen der ersten Fremdsprache angefangen wird, spielt eine nebengeordnete Rolle. Viel wichtiger ist eine positive Einstellung zur Sprache und genau hier können Eltern ihre Kinder unterstützen.”

Zwei wichtige Dinge, die Eltern beachten sollten:

1. “Zeigen Sie Ihrem Kind, welche Möglichkeiten sich durch die neue Sprache ergeben. Wer Englisch spricht, kann sich mit Menschen auf der ganzen Welt verständigen und auf Reisen, z. B. nach dem Weg fragen.”
2. “Entdecken Sie mit Ihrem Kind beim Einkaufen oder Fernsehen Wörter, die aus dem Englischen stammen, z. B. SALE beim nächsten Einkauf. So beschäftigt sich Ihr Kind ganz natürlich mit der neuen Sprache.”

Die Auswertung (https://magazin.sofatutor.com/eltern/englisch-in-der-grundschule/) zeigt, dass die regionalen Unterschiede beim Thema Englischlernen in der Grundschule groß sind. Ein Grund zur Sorge sind sie nicht. “Nur weil einige Bundesländer früher mit dem Sprachenlernen beginnen, entsteht daraus kein Nachteil für die anderen Kinder. Andersherum sind die frühen Sprachlerner*innen auch nicht benachteiligt, wenn es um das Festigen der Grundlagen im Schreiben, Lesen und Rechnen geht. Die Rahmenlehrpläne sind sehr behutsam auf die kognitiven Kapazitäten der Kinder abgestimmt.” Wichtig ist es, dass Kinder mit der neuen Sprache warm werden. Und dabei rät Grundschul-Expertin Constanze Trabant allen Eltern: “Trauen ist wichtiger als Können”.

Pressekontakt:
Tina O’Meara
sofatutor GmbH
Telefon: +49 (0) 30 / 515 88 22 13
E-Mail: [email protected]
https://www.sofatutor.com
Original-Content von: sofatutor GmbH, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots