16.1 C
Münster
Montag, Oktober 3, 2022

Königliche Ehe kaputt, spanische Monarchie angeschlagen

Top Neuigkeiten

Online Casino Lizenz R...

POL-ME: Feuer in leersteh...

POL-ME: Erst vor wenigen ...

POL-ME: Traktor brannte a...

Die Königstochter Elena (45) und ihr Mann Jaime de Marichalar (46) kamen überein, ihre Ehe nach mehr als 14 Jahren aufzulösen. Ihre Anwälte unterzeichneten einen Scheidungsvertrag und reichten ihn bei einem Madrider Familiengericht ein.

Die älteste Tochter von König Juan Carlos und Königin Sofía vereinbarte mit ihrem Mann, dass die Ehe "im beiderseitigen Einvernehmen" geschieden wird.

SAZ-FOREN: Sagen Sie Ihre Meinung!

ALLE WIRTSCHAFTS-NEWS aus Spanien

Scheidungen sind im spanischen Königshaus höchst ungewöhnlich. In der Geschichte sind bisher nur zwei Fälle dokumentiert. Sie reichen in eine Zeit zurück, als in Spanien keine Monarchie herrschte: In den 30er und 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts ließen sich zwei Söhne von König Alfonso XIII, dem Großvater des jetzigen Monarchen, von ihren Frauen scheiden.

Vor gut zwei Jahren teilte das Königshaus offiziell mit, dass Elena, die Nummer vier der Thronfolge, sich von ihrem Mann, einem adeligen Bankier und Geschäftsmann, "vorübergehend" getrennt habe.

Der Palast wollte damals den Eindruck erwecken, als wäre eine Rettung der Ehe noch möglich. Der König und noch mehr die Königin setzten alle Hebel in Bewegung, um das Paar wieder zusammenzubringen, aber vergebens.

Es gab nach der Trennung nie die geringsten Anzeichen für eine mögliche Versöhnung. Elena schien genau zu wissen, was sie wollte. Sie zog mit den beiden Kindern Felipe Juan Froilán (11) und Victoria Federica (9) in eine andere Wohnung und machte sich energisch daran, ein neues Leben zu beginnen.

Marichalar dagegen trat in der Öffentlichkeit kaum noch in Erscheinung, und wenn, wirkte er traurig und gesundheitlich angeschlagen. Er war 2001 nach einem Schlaganfall zeitweise halbseitig gelähmt gewesen und hatte sich einer langwierigen Rehabilitation unterziehen müssen.

Mit der Scheidung verliert der Bankier den Titel des Herzogs von Lugo, den König Juan Carlos ihm und der Infantin bei der Eheschließung verliehen hatte. In der Presse war spekuliert worden, Marichalar sei in den Verhandlungen über den Scheidungsvertrag darauf aus gewesen, den Herzog-Titel zu behalten. Die Familie ließ dies nach Angaben der Zeitung El País jedoch dementieren.

Elena und Marichalar wollen nach übereinstimmenden Presseberichten erreichen, dass ihre Ehe auch von der katholischen Kirche annulliert wird. Darüber muss der Vatikan entscheiden.

Das Verfahren dürfte sich jedoch lange Zeit hinziehen. Prinzessin Caroline von Monaco musste zwölf Jahre warten, bis der Vatikan ihre erste Ehe mit dem französischen Geschäftsmann Philippe Junot für aufgelöst erklärte. Caroline hatte damals argumentiert, dass sie bei ihrer Heirat mit 21 Jahren noch sehr unerfahren gewesen sei.

Die spanische Infantin wird dem Vatikan wohl eine andere Begründung vorlegen müssen. Sie war bei ihrer Eheschließung immerhin 31 Jahre alt.

Die Vermählung Elenas mit Marichalar im März 1995 in der Kathedrale von Sevilla war in Spanien als die "Hochzeit des Jahrhunderts" gefeiert worden. Die letzte Hochzeitsfeier eines Mitglieds der königlichen Familie auf spanischem Boden hatte fast 90 Jahre zurückgelegen. (dpa)

#{fullbanner}#

Foto: Casa Real

- Advertisement -spot_img
- Advertisement -spot_img

Neueste Artikel