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Freitag, August 12, 2022

ManoMano: Die europäische Tech-Szene ist auf dem Vormarsch

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Düsseldorf (ots) –

Co-Gründer Philippe de Chanville von ManoMano diskutierte gestern im Rahmen der digitalen Veranstaltung EUROPE 2022 (https://verlag.zeit.de/veranstaltungen/europe-20xx/) neben Ursula von der Leyen, Bruno Le Maire u. v. a. über die Zukunft des „Projekts Europa“ und den Status quo der europäischen Einhörner

Das Thema der gestrigen Podiumsdiskussion mit Philippe de Chanville (ManoMano), Dr. Tanja Emmerling (High-Tech Gründerfonds), Oscar Höglund (Epidemic Sound) und Tarek Müller (About You) folgte einem Vortrag von Frankreichs Finanz- und Wirtschaftsminister Bruno Le Maire über die Zukunft einer souveränen europäischen Wirtschaft (https://verlag.zeit.de/veranstaltungen/ausblick/europe-2022/the-future-of-a-sovereign-european-economy/). Teresa Stiens, Handelsblatt-Redakteurin für Wirtschaft und Politik, moderierte das Panel „Ist Europa in der Welt der Einhörner bereits ins Hintertreffen geraten? (https://verlag.zeit.de/veranstaltungen/ausblick/europe-2022/has-europe-already-fallen-behind-in-the-unicorn-world/)“ und fragte, wie die EU in Sachen digitaler Geschäftsmodelle zügig vorankommen kann, um seine Stellung in der Welt zu behaupten.

Organisiert wird das heute endende Event von Tagesspiegel, DIE ZEIT, Handelsblatt und WirtschaftsWoche. Führende Entscheider*innen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutieren an drei Tagen in den Themenblöcken „EU & Außenbeziehungen (https://verlag.zeit.de/veranstaltungen/ausblick/europe-2022/tag-1-eu-aussenbeziehungen/)“, „Digitalisierung & Technologie (https://verlag.zeit.de/veranstaltungen/ausblick/europe-2022/tag-2-digitalisierung-technologie/)“ und „Nachhaltigkeit & Innovation (https://verlag.zeit.de/veranstaltungen/ausblick/europe-2022/tag-3-nachhaltigkeit-innovation/)“ über die aktuellen Herausforderungen auf dem Weg zu einem wettbewerbsfähigen Europa. „Wie gelingt die Stärkung der Demokratie, die digitale Souveränität des Kontinents oder ein gemeinsamer europäischer Binnenmarkt?“ – das sind Fragen, die u. a. erörtert werden. Anlässlich der französischen EU-Ratspräsidentschaft steht die deutsch-französische Beziehung mit im Fokus der Veranstaltung.

Europas Souveränität muss gestärkt werden, um das Entstehen eines europäischen Start-up-Modells zu unterstützen

ManoMano zieht wie viele exzellente europäische Unternehmen derzeit eine beträchtliche Aufmerksamkeit auf sich. Sowohl europäische, als auch internationale Geldgeber haben in den letzten Jahren in das Unternehmen investiert. Der französische Online-Marktplatz erzielte 2020 einen Umsatz von 1,2 Mrd. Euro und erhielt nach der letzten Fundraising-Runde im Juli 2021 über 355 Mio. US-Dollar. Letztes Jahr wurde ManoMano mit 2,6 Mrd. US-Dollar bewertet und somit zum Einhorn. Die gestrige Gesprächsrunde war sich einig, dass das EU-Tech-Ökosystem vor allem durch europäische Kapitalgebern international unabhängiger werden soll. Die europäische Politik sollte das Tech-Wachstum mit staatlichen Geldern und einheitlichen Bestimmungen nachhaltig fördern. Passend dazu teilte Bruno Le Maire nach der Veranstaltung gestern Details mit seinem deutschen Amtskollegen Christian Lindner zum geplanten Multi-Milliarden-Fonds. Er gab dabei bekannt, dass in Zukunft unter deutsch-französischer Leitung, die aus öffentlichen Geldern gespeiste European Tech Champions Initiative, als Dachfonds mit ca. 20 Mrd. Euro in Start-ups mit globaler Ausrichtung investieren soll. Geplant sind zehn bis 20 Fonds mit einem Mindestwert von einer Milliarde Euro, um junge europäische Technologie-Unternehmen mit globalem Potenzial zu fördern. Rechnerisch lassen sich damit bis zu 20 europäische Einhörner finanzieren; die Gesprächsteilnehmer*innen begrüßten das Programm, stellten aber infrage, inwiefern die Summe einen echten Input bewirken kann.

Europäische und französische Start-up-Szene entwickelt sich rasant

Die europäische Technologiebranche holt international auf – mit einem Finanzierungsniveau, das vor einigen Jahren noch unvorstellbar gewesen wäre. Europa hat letztes Jahr 72 neue Einhörner hervorgebracht. Das sind mehr als dreimal so viele Unicorn-Bewertungen wie in China, wo im selben Zeitraum nur 22 Unternehmen den Einhorn-Status bekamen. Europa ist außerdem die am schnellsten wachsende Region für VC-Investitionen weltweit. Es hat letztes Jahr 49 Mrd. Euro an Investitionen angezogen – mehr als die USA, China und ganz Asien zusammen. ManoMano’s Co-Founder Philippe de Chanville bestätigt: „Ich habe im letzten Jahr eine echte Veränderung der Dynamik beim Verhalten der ganz großen VC-Investmentfonds beobachtet. In der Vergangenheit nahmen sie Europa kaum wahr und nun verlagern sie ihre Investitionen massiv hierher“. Diese Zahlen sind über Jahre hinweg gestiegen – auf Kosten der USA, die zusätzlich mit China konkurrieren (1). Frankreich ist eine der aufstrebenden europäischen Start-up-Nationen und auf Platz sechs der weltweiten Rangliste der Einhörner. 2019 definierte Emmanuel Macron für Frankreich das Ziel, 25 Einhörner im Jahr 2025 zu haben. Dieses Ziel erreichte die Nation schon im letzten Monat.

Unicorn-Status ist nicht allein relevant für Geschäftserfolg

Laut Philippe de Chanville ist der Unicorn-Status allein kein Beweis für internationalen Geschäftserfolg – er macht aber sichtbar, dass gerade französische Tech-Unternehmen auf europäischer Ebene immer häufiger auftauchen. Er erklärte: „Ein Einhorn zu sein bedeutet, etwas Wertvolles für seine Kunden zu entwickeln und ein technisches Vermächtnis zu schaffen, das die Zukunft der nächsten Generationen mitgestaltet“. Dabei sollten sich die Start-ups auch auf europäische Werte konzentrieren: zum Beispiel humanitäre Grundsätze, die Schaffung von Arbeitsplätzen oder Technologie-Innovationen für die nächste Generation. Für ManoMano ist der Einhorn-Status nur ein initiales Signal, um im Rennen um einen 400-Milliarden-Euro-Markt mitzumischen. Das eigentliche Ziel von ManoMano ist, neue Werte zu schaffen und die digitale Nutzung in der DIY-, Garten- und Interior-Branche zu revolutionieren.

Europäisches Start-up-Ökosystem ist Jobtreiber in der EU

ManoMano ist stolz auf die eigene europäische Identität. Der Online-Marktplatz bevorzugt lokale Produktion und Produkte. ManoMano schafft einen Beitrag in und für Europa, mit über sieben Millionen aktiven Kund*innen und fast viertausend Vertriebspartner*innen, zumeist kleinen und mittelständischen Unternehmen. Es hinterlässt einen technischen und sozialen Fußabdruck und schafft Arbeitsplätze in einem Tech-Ökosystem für die Generation von morgen. Mit dem selektiven Ansatz werden Unternehmen, einschließlich kleiner Vertriebspartner*innen und Marken, ausgewählt und so dabei unterstützt, ihr Online-Geschäft auszubauen. Mit diesem Job-Ökosystem konnte ManoMano unter dem Motto „Mensch, nicht Kapital zuerst“ 15.000 europäische Arbeitsplätze schaffen. Damit zeigt ManoMano, dass reales Geschäft in der realen Wirtschaft, mit realen Arbeitsplätzen zu realen Ergebnissen führt. Denn vernünftigen Tech-Bewertungen steigen weiter, obwohl die aktuellen Aktienmärkte eine Korrektur der teilweise übertriebenen Bewertungen von Anfang 2021 zeigen.

Wachstumsrelevante Faktoren und Herausforderungen

Konsequentes Wachstum ist nur möglich mit skalierbaren Tech-Investitionen und passenden Investoren. Den großen europäischen Kapitalgebern fehlen gute Tech-Analysten, deswegen wird hier immer noch eher in den tradierten Markt investiert. Philippe de Chanville ergänzte: „Es fehlt bei den großen europäischen Investoren der Appetit für den Tech-Markt“. Auch der Mangel an europäischen IT-Talenten wurde von allen Diskussionsteilnehmer*innen thematisiert. IT muss in Europa für junge Menschen attraktiver werden. Ein Umdenken sollte schon bei der Bildung ansetzen. ManoMano setzt auf optionales full remote Arbeiten, um internationale Tech-Talente zu gewinnen. Die durch die Pandemie nachhaltig geänderte Meeting-Kultur spielt dem zu. Auch Fundraising kann inzwischen trotz fehlenden, mit dem Silicon Valley vergleichbaren, europäischen Technologie-Hubs von zu Hause aus betrieben werden. Leider kann so europäisches Talent auch einfacher international abgeworben werden, weil Mitarbeitende nicht mehr mit ihren Familien auswandern müssen. Tech-Profis zu gewinnen und zu halten, ist eine der wichtigsten Prioritäten. Unternehmerische Kultur spielt dabei eine wichtige Rolle. Europa bietet Unternehmern viele Möglichkeiten. Allerdings gilt auch, dass unterschiedliche Voraussetzungen im europäischen Binnenmarkt, wie verschiedene Sprachen und gesetzliche Regelungen, im Vergleich zu anderen Regionen ähnlicher Marktgröße zu höheren Kosten führen. Um europäische Start-ups zu unterstützen, braucht es weniger Hürden in den Bereichen Recht, Steuer usw., um einen größeren TAM(2) bestmöglich nutzen zu können.

Über ManoMano

Das Zuhause mit den eigenen Händen noch schöner machen – die 2013 von den Franzosen Philippe de Chanville und Christian Raisson gegründete Plattform ManoMano (www.manomano.de) ermöglicht genau das. Der Online-Marktplatz mit der größten Produktauswahl im Bereich DIY, Garten und Inneneinrichtung bietet alles, was das Heimwerker-Herz höher schlagen lässt – gekrönt von wertvollen DIY-Anleitungen und Inspiration. Das ManoMano-Sortiment umfasst über zehn Millionen Produkte, die von 3.600 handverlesenen Händlern verkauft werden – von Werkzeug und Baumaterial über Pools und Gartenliegen bis hin zu Möbeln und angesagter Dekoration. ManoMano ist in sechs europäischen Ländern aktiv und hat über 7 Millionen Kunden.

(1) Quelle: https://sifted.eu/articles/european-tech-predictions-2022/

(2) Gesamter adressierbarer Markt

Pressekontakt:
Larissa Vogt
[email protected]
Telefon +49 160 94195906
Styleheads Gesellschaft für Entertainment mbH
Kaiserswerther Str. 29-31
Düsseldorf 40477
Germany
Original-Content von: ManoMano, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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