POL-MG: Safer Internet Day – für einen sicheren und verantwortungsbewussten Umgang mit digitalen Medien

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Mönchengladbach (ots) –

Die Polizei Mönchengladbach klärt über Phänomene in der digitalen Welt wie Cybermobbing, Cybergrooming, Sexting oder Sextortion auf. Unter anderem an einer Telefonhotline.

Bestellen im Online-Shop, kommentieren bei Facebook, liken bei Instagram, posten bei Tiktok – unsere Welt wird immer digitaler. Internetnutzung ist zu einer Selbstverständlichkeit geworden, aber viele gehen dabei unbedacht vor. Das trifft besonders auf Kinder und Jugendliche zu. Dabei gibt es viele Risiken.

Zum einen technische Risiken durch Pishing-Mails, Viren-Downloads in sozialen Netzwerken oder Fake-Shops. Zum anderen aber auch Phänomene wie Cybermobbing, Cybergrooming, Sexting oder Sextorsion.

Um besonders über diese Phänomene zu informieren, beteiligt sich die Polizei Mönchengladbach auch in diesem Jahr am Safer Internet Day – dem weltweiten Aktionstag für mehr Online-Sicherheit. Der Tag findet am Dienstag, 7. Februar, zum 19. Mal statt. Ziel ist es, besonders Kinder und Jugendliche im sicheren und verantwortungsbewussten Umgang mit digitalen Medien zu fördern.

Am Safer Internet Day bietet das Kommissariat Kriminalprävention und Opferschutz insbesondere Eltern, aber auch anderen Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen eine Telefon-Hotline an. Expertin Michelle Hormes beantwortet alle Fragen zum Thema und freut sich von 14 bis 17 Uhr auf Anrufe unter der Telefonnummer 02161-2912517.

Doch was steckt eigentlich hinter den Begriffen Cybermobbing, Cybergrooming, Sexting und Sextorsion?

Cybergrooming:

Beim Cybergrooming suchen Personen gezielt über das Internet Kontakt zu Kindern und Jugendlichen, um diese sexuell zu belästigen, zum (Nackt-) Bildertausch oder zu Treffen zu überreden. Hierbei nutzen sie die Unbedarftheit, die Vertrauensseligkeit und das mangelnde Risikobewusstsein von Kindern und Jugendlichen aus.

Täter können Erwachsene aber auch Kinder und Jugendliche selbst sein. Erwachsene geben sich häufig als jemand Gleichaltriges aus.

Im Jahr 2021 wurden 3.539 Fälle in der bundesweiten Polizeilichen Kriminalstatistik erfasst, bei denen Täterinnen und Täter über das Internet auf Kinder oder Jugendliche eingewirkt haben, um einen sexuellen Missbrauch vorzubereiten. Das Dunkelfeld solcher Taten muss als weitaus größer eingeschätzt werden.

Sextorsion:

Der Begriff „Sextortion“ setzt sich aus den englischen Wörtern Sex und Extortion (Erpressung) zusammen. Bei Sextortion geht es um sexuelle Erpressung. Was wie ein harmloser Flirt beginnt, endet mit hohen Geldforderungen. Die Betrüger bringen ihre Opfer dazu, sich vor der Webcam auszuziehen und sexuelle Handlungen an sich selbst vorzunehmen. Anschließend erpressen sie ihre gutgläubigen Chatpartner.

Sexting:

Das Wort Sexting besteht aus den Wörtern „Sex“ und „Texting“.

Es beschreibt das selbstbestimmte Aufnehmen, Versenden und Empfangen freizügiger Aufnahmen, sogenannter „Nudes“.

Sexting als solches stellt erst einmal keine Straftat dar. Problematisch ist vielmehr die unerlaubte Weitergab der Bild- und Videodateien oder wenn sie für Mobbing genutzt werden.

Cybermobbing:

Cybermobbing ist eine Sonderform des Mobbings. Die Täter(innen) nutzen Internet- und Mobiltelefondienste, um ihre Opfer bloßzustellen oder zu schikanieren.

Opfer werden etwa mit Anrufen, Whatsapp-Nachrichten oder E-Mails tyrannisiert. Auf Social Media und in Online Games finden Beleidigungen und Bedrohungen statt, Fotos werden ohne die Einverständnis des Betroffenen veröffentlich oder manipuliert.

Beim Cybermobbing können die Täter(innen) rund um die Uhr aktiv sein. Das heißt, ihre Aktivitäten erfordern keinen direkten Kontakt zum Opfer. Das Opfer verfolgt das Mobbing also rund um die Uhr. Die Täter(innen) finden im Internet zudem ein großes Publikum: Tausende Menschen können die Taten verfolgen, sie kommentieren oder unterstützen.

Hier gibt es fünf Tipps, wie Eltern ihre Kinder bei einem eigenverantwortlichen und sicheren Umgang mit digitalen Medien begleiten:

Vertrauen aufbauen:

Vermitteln Sie Ihren Kindern die Gewissheit, dass Sie sich mit Fragen und Problem an Sie wenden und sich bei Ihnen – wenn nötig – Hilfe holen können.

Regeln vereinbaren:

Stellen Sie – bestenfalls gemeinsam – feste Regeln und Grenzen auf. Passen Sie diese immer wieder an das Alter und die Kompetenz des Kindes an. Dazu gehört sowohl die Nutzungszeit, als auch die Tatsache, welche Seiten das Kind besuchen darf und welche nicht.

Gespräche führen:

Reden Sie regelmäßig mit Ihren Kindern über die Kanäle und die Inhalte der Mediennutzung. So können Sie die Internetnutzung begleiten und unterstützen.

Informiert bleiben:

Halten Sie sich unabhängig vom Alter ihres Kindes „up to date“. Setzen Sie sich mit dem Internet und den darin bestehenden Möglichkeiten auseinander.

Hilfe holen:

Tauschen Sie sich mit anderen Eltern, Lehrern oder anderen pädagogischen Fachkräften aus. Kontaktieren Sie bei einer Straftat immer die Polizei.

Weitere Informationen und Hilfe gibt es zum Beispiel auf folgenden Internetseiten:

https://moenchengladbach.polizei.nrw/safer-internet-day-fuer-einen-sicheren-und-verantwortungsbewussten-umgang-mit-digitalen-medien
https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/
https://www.klicksafe.de/

(km)

Rückfragen von Journalisten bitte an:

Polizei Mönchengladbach
Pressestelle

Telefon: 02161-2910222
E-Mail: [email protected]
https://moenchengladbach.polizei.nrw

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Quelle: ots