Randolph Moreno Sommer: Krankenstand verharrt auf hohem Niveau – Experte verrät, was Unternehmen aktiv dagegen tun können

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Hamburg (ots) –

Laut einer aktuellen Erhebung der DAK-Gesundheit lag der Krankenstand im ersten Quartal 2024 bei 5,8 Prozent – fast auf dem Niveau des Vorjahres. Täglich waren somit im Schnitt 58 von 1.000 Beschäftigten krankgeschrieben. Diese konstant hohen Zahlen sind alarmierend und werfen Fragen nach effektiven Strategien zur Reduzierung der Fehlzeiten auf.

Unternehmen müssen endlich proaktiv werden, um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu schützen. Es geht nicht nur darum, kurzfristige Maßnahmen zu ergreifen, sondern vor allem eine langfristige Strategie zu entwickeln, die das Wohlbefinden am Arbeitsplatz in den Mittelpunkt stellt. Was Unternehmen gegen den hohen Krankenstand tun können, erfahren Sie in folgendem Artikel.

Vier Maßnahmen zur Reduzierung von Fehlzeiten

Ein hoher Krankenstand hat nicht nur negative Auswirkungen auf die betroffenen Mitarbeiter – er belastet auch Unternehmen selbst. Schließlich geht er mit einem immensen Produktivitätsverlust, zusätzlichen Kosten, überlasteten Mitarbeitern und einem angespannten Betriebsklima einher. Entsprechend wichtig ist es, dass sich Unternehmen proaktiv darum bemühen, die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu schützen. Das Ziel sollten nicht nur kurzfristige Maßnahmen wie ein einmaliger Gesundheitstag sein – vielmehr geht es darum, langfristige Maßnahmen zu ergreifen, die dabei helfen, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu fördern. Vier zentrale Bereiche sind dabei zu berücksichtigen:

1. Gehalt und Benefits

Eine grundlegende Maßnahme, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern, betrifft deren Gehalt und Benefits. Das Gehalt muss fair und angemessen sein, um den Mitarbeitern ein Gefühl von Wertschätzung zu vermitteln. Zusätzlich sollten Unternehmen ausreichend Benefits anbieten, die idealerweise die Gesundheit fördern. Wichtig ist, dass diese Benefits aktiv gelebt werden, um das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu unterstützen.

2. Recruiting

Das Recruiting sollte darauf ausgerichtet sein, die Arbeitslast der bestehenden Belegschaft zu verringern. Das trägt nicht nur zum Wohlbefinden der Mitarbeiter bei, sondern steigert auch deren Produktivität. Gleichzeitig ist es ratsam, Mitarbeiter, die regelmäßig krank sind, genauer zu betrachten. Falls deren Krankheitstage zu einer Belastung für das Unternehmen werden, sollten mögliche Maßnahmen erwogen werden – so zum Beispiel die Anpassung der Arbeitsbelastung bis hin zur Trennung von Mitarbeitern.

3. Produktivität

Um die Produktivität zu steigern, ist es wichtig, dass Unternehmensprozesse genau dokumentiert werden. Klare und verständliche Prozessbeschreibungen helfen den Mitarbeitern dabei, ihre Aufgaben effizient zu erledigen. Außerdem verhindern sie mögliche Missverständnisse. Durch die Einführung standardisierter Arbeitsabläufe und regelmäßiger Schulungen können die Mitarbeiter ihre Aufgaben besser verstehen und effektiver bearbeiten. Außerdem ist es ratsam, die Nutzung moderner Tools und Technologien zu fördern, um die Arbeitsprozesse zu optimieren und die Produktivität zu steigern. Zusätzlich sollten Unternehmen einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess implementieren. Dadurch können regelmäßig Feedback eingeholt und die Arbeitsabläufe angepasst werden.

4. Führung und Konfliktlösung

Auch eine gute Führung ist entscheidend, um einen hohen Krankenstand zu reduzieren. Denn oft bleiben Mitarbeiter wegen schlechter Führung zu Hause – so zum Beispiel aufgrund von Konflikten. Eine effiziente Führung zeichnet sich durch Transparenz, offene Kommunikation und Wertschätzung aus. Führungskräfte sollten nicht nur regelmäßig Feedback von ihren Teams einholen, sondern auch offen für Verbesserungen sein. Ebenso wichtig ist, dass sie Konflikte frühzeitig erkennen und proaktiv angehen. Ein positives Führungsverhalten schafft ein Arbeitsumfeld, in dem sich die Mitarbeiter geschätzt und motiviert fühlen – und folglich seltener zu Hause bleiben.

Um das Personal effektiv zu managen, müssen alle vier genannten Bereiche im Blick behalten werden. Es geht darum, das Thema Personal ganzheitlich zu betrachten, da die Anzahl der Krankheitstage oft mit diesen Aspekten verbunden ist. Auf diese Art und Weise können Unternehmen langfristig ein gesundes Arbeitsumfeld schaffen, in dem die Mitarbeiter seltener krank sind.

Über FAIRFAMILY:

Felix Anrich und Randolph Moreno Sommer sind die Gründer und Geschäftsführer von FAIRFAMILY. Sie beraten Unternehmen rund um die Themen Arbeitgeberattraktivität, Gesundheits-Benefit-Systeme, Employer Branding und Unternehmenskultur. Mit ihrer Expertise aus über 4.000 Beratungen in den letzten 7 Jahren unterstützen sie mittelständische Unternehmen dabei, attraktive Arbeitgeber zu werden. Im Schwerpunkt von Gesundheits-Benefit-Systemen sind sie inzwischen das führende Beratungsunternehmen in Deutschland. Weitere Informationen unter: https://www.fairfamily.de

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