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Neues “Fahrradhelm-Urteil” – BGH korrigiert Urteil

Einer Radfahrerin wurde durch das Oberlandesgerichts (OLG) Schleswig eine Mitschuld an einem Unfall gegeben, weil sie ohne Helm unterwegs war. Durch diesen Umstand sollte sie weniger Schadenersatzanspruch haben. Der Bundesgerichtshof hat nun soeben diese Entscheidung korrigiert.

Die heutige Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH), dass die Entschädigungsansprüche eines Radfahrers nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall nicht allein deshalb zu kürzen sind, weil dieser keinen Helm trug, beurteilte auch der ADAC positiv.

Damit schließt sich das höchste Zivilgericht der bisher überwiegenden Meinung der Gerichte an und lehnt die gegenteilige Ansicht des Oberlandesgerichts (OLG) Schleswig ab. Dadurch ist sichergestellt, dass ein Radfahrer für die Folgen eines unverschuldeten Unfalls in voller Höhe von der Versicherung des Verursachers entschädigt wird.

Der Club sieht in diesem Urteil keinen Rückschritt in Sachen Verkehrssicherheit: Denn die Erstattung berechtigter Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche ist losgelöst von der Vermeidung von Unfällen mit schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen. Wie der hier zugrunde liegende Unfall (Zusammenstoß mit einer öffnenden Autotüre) zeigt, birgt gerade der städtische Verkehr für Radfahrer erhebliche Gefahren. Diese können durch das Tragen eines Fahrradhelms möglicherweise vermieden oder zumindest gemindert werden.

Um die Verkehrssicherheit für Radfahrer weiter zu erhöhen, appelliert der ADAC an die Kommunen, für sichere Radverkehrsanlagen zu sorgen. Dazu gehören ausreichend breite Radwege und gute Sichtverhältnisse an Knotenpunkten oder Einmündungen.

critical mass

Diese Sichtweise vertreten auch viele Anhänger der monatlich in Münster stattfindenden „critical mass aktion“.

Bei der immer am letzten Freitag stattfindenden Kolonnenfahrt von Radfahrern, soll auf die bestehenden Missstände und auf die Schutzwürdigkeit des Radverkehrs als schwächerer Verkehrsteilnehmer aufmerksam gemacht werden.

Dieses Aktionsform ist Urheberspontan und nicht als Demonstration anzusehen, da eine „critical mass Aktion“ mehr oder weniger durch zufälliges zusammentreffen von Radfahrern entsteht. Auch die gemeinsam gefahrene Route eines solchen „geschlossenen Verbandes“ bestimmt immer die Person, die gerade an der Spitze fährt.
Ausgangspunkt ist bisher immer der Schlossplatz in Münster ab etwa 16:30 Uhr und gefahren wird ab 17:00 Uhr am letzten Freitag eines Monats.

Ein erfreulicher Tag für Radfahrer

Die ADFC – Sprecherin Stephanie Krone spricht ebenfalls von einem erfreulichen Tag für die Radfahrer.
Fahrradfahrer(innen) sollte selbst unf frei entscheiden können, ob sie nun einen Helm tragen wollen oder nicht.

Friedlicher Radfahrerprotest gewinnt immer mehr Fans

critical mass in Münster - Münster Journal

(Fotostrecke & Video unter dem Beitrag) Statt traurig um den Aasee zu laufen oder auf den Fernseher zu starren, gibt es in Münster eine Möglichkeit, auf unkomplizierte Weise neue Bekanntschaften zu schließen und ganz nebenbei auch noch die Autofahrer etwas … weiterlesen