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Feuerwehrübung in Münster Coerde

Zwei Löschzüge in Coerde am Hochhaus

Dichter Rauch auf der Königsberger Straße 136 – Ein Goßfeuer ?

Nein zwei Übungsszenarien wurden am heutigen Abend an der Königsbergerstraße 136, in Münster Coerde vom Löschzug 24 aus Albachten, sowie dem Löschzug 16 aus Kemper, der auch für den Bereich Coerde zuständig ist, geprobt.

Szenario 1: In den Technikräumen im Erdgeschoß brennt es, und es Torsten Ludwig - Der Einsatzleiter ist hier Mädchen für alles ....befindet sich eine Person in den stark verqualmten Räumen, die gerettet werden muss. Gleichzeitig soll natürlich auch das Feuer gelöscht werden. Die eingesetzten Feuerwehrleute müssen dabei unter Realbedingungen arbeiten. Die Sicht ist gleich Null und es geht nur auf den Knien in die Räumlichkeiten – immer mit einer Hand am Vordermann, damit niemand verloren geht.

Nachdem eine Person gerettet wurde, bekommt der Einsatzleiter Torsten Ludwig, noch mehr Probleme als er sowieso schon hat. Denn die gerettete Person kommt mit der Hiobsbotschaft, “ Da ist noch eine Person im Technikraum, es ist mein Kumpel“. Diese Nachricht freut einen Einsatzleiter natürlich sehr, denn zu dem vorhandenen Stress, darf er jetzt noch einen Rettungstrupp auf die Personensuche ansetzen. Natürlich wird auch die zweite Person geortet und gerettet. Die Feuerwehr arbeitet eben gründlich und immer für den Menschen.

30 Kilometer Anfahrt hat der zu rettende Leonard Wischerhoff, für diese Übung zurückgelegt, extra aus Telgte kam der 17–jährige angefahren. Gefragt wurde er von dem Vater seiner Freundin denn der ist Feuerwehrmann. „Und am besten lebt man in der Nähe von Feuerwehrleuten“, weiß Leonard Wischerhoff zu berichten, „denn da ist es immer am sichersten“.

Aber auch das zweite Szenario hat es in sich. Der Löschzug 24 aus Albachten hatte es mit einem ausgedehnten Brand in der 7 Etage zu tun, der gelöscht werden musste. Beim Eintreffen der Fahrzeuge macht sich zudem noch eine Person Hilfe schreiend am Fenster des Hausflures bemerkbar. Bei einem Feuer ist die Benutzung von Fahrstühlen aus Sicherheitsgründen verboten und so müssen sich die Rettungsteams in voller Montur durch den dichten Qualm bis nach oben durchkämpfen.

 

Und auch hier ist Personenrettung und Brandlöschung für die Profis im Handumdrehen erledigt.

Damit diese Profis im Ernstfall jeden Handgriff so routiniert vollbringen können, bedarf es solcher Übungen. Im Regelfall werden die Übungen in Einrichtungen der Feuerwehr geprobt. In diesem Fall hat sich Frau Sautmann-Maier, von der Hausverwaltung Kneilmann, an die Feuerwehr gewandt und der Behörde eine ganze Liste von Häusern übergeben, in denen sie Übungen vor Ort durchführen kann. Über dieses Engagement freuen sich die Feuerwehrleute sehr, denn je realistischer die Übung, desto sicherer der Einsatz im Ernstfall. Leider sind solche Angebote nicht die Regel.

Für Frau Sautmann-Maier hat es den lehrenden Nebeneffekt, dass die HausbewohnerKlaus Daldorf (Hausverwalter) und Martina Sautmann-Maier (Hausverwalterin) ohne in Gefahr zu kommen, miterleben können, wie wichtig es ist die Hausflure, Durchgänge und Kellerräume freizuhalten. Insbesondere gehören dazu auch Fahrräder, Kinderwagen und andere Stolperbarrieren. Denn im Ernstfall kann jede Sekunde Leben retten.

Klaus Daldorf, die gute Seele und Hauswart der Anlage unterstreicht dieses wichtige Anliegen und hofft auf den Lerneffekt, „obwohl in unserem Haus wirklich tolle Menschen und Leute wohnen, die denken können“, strahlt er und wird schon jetzt von den Mietern und Eigentümern im Haus gelobt.

 

 

 

Hier einige Impressionen

Feuerwehrübung in Münster Coerde

Feuerwehrübung in Münster Coerde