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Radfahrer an Zebrastreifen – Schieben oder fahren?

Keine Vorrechte gegenüber Autos haben Radfahrer, wenn sie über einen Zebrastreifen fahren. Dabei ist es Gleichgültig ob dies nun in Münster, Greven, Warendorf oder an einem anderen Ort in Deutschland geschieht.

Kommt es dabei zu einem Unfall, droht dem Radler eine Mitschuld. Die Polizei Hamm empfiehlt deshalb, besser abzusteigen und sein Gefährt zu schieben. Dann gilt der Radfahrer als Fußgänger und darf den Zebrastreifen mit allen Vorrechten nutzen. Im Rahmen der Schulwegsicherung weisen Polizeibeamte momentan Kinder und Jugendliche auf diesen Umstand hin, so am Dienstagmorgen an der Ostwennemarstraße. Hauptkommissar Norbert Kallerhoff musste kaum einschreiten und war mit der Aktion zufrieden: “Die Freiherr-vom-Stein-Schüler haben fast alle ihr Rad über den Zebrastreifen geschoben. Das ist sicherer und hilft, Schulwegunfälle zu vermeiden.” Zusammen mit den Bezirksbeamten Rolf Dietz und Heinz Drewer klärte der Verkehrssicherheitsberater die Schüler auf. Ein Knöllchen war natürlich nicht fällig, ist aber in diesen Fällen möglich:

Ein Verwarngeld in Höhe von 10 Euro droht, wenn herannahende Fahrzeugführer wegen eines kreuzenden Radfahrers ihre Fahrt verlangsamen oder unterbrechen müssen. Denn dadurch begehen Radfahrer eine vermeidbare Behinderung. Gleiches gilt für Radfahrer, die ohne anzuhalten und mit erhöhter Geschwindigkeit den Zebrastreifen bei gleichzeitiger Nutzung durch Fußgänger, Kranken- oder
Rollstuhlfahrer befahren. Auch sie müssen mit einem Verwarnungsgeld von zehn Euro rechnen.

Denn von Radfahrern wird erwartetet, dass sie Rücksicht nehmen auf die anderen Verkehrsteilnehmer und zum Beispiel absteigen oder zumindest mit Schrittgeschwindigkeit fahren. Absteigen müssen Radfahrer zur Überquerung des Fußgängerüberweges also nicht zwangsläufig. Dann müssen sie aber einige Spielregeln befolgen.

Gelangt der fahrende Radfahrer an die Querungsstelle, so empfiehlt es sich, sich den Zebrastreifen “wegzudenken”. Mit dem Bewusstsein,
keine Vorrechte zu haben, gegebenenfalls bevorrechtigten Verkehrsteilnehmern Vorrang und Vorfahrt zu gewähren und mit einem
angepassten Fahrstil können sie den Fußgängerüberweg fahrend passieren

Aegidiitor: Veränderte Radverkehrsführung Für mehr Sicherheit

Für die Dauer eines Verkehrsversuchs gibt es zurzeit am Aegidiitor nur eine Fahrspur als Radfahrerschleuse. Foto: Stadt Münster.

Radfahrerschleuse nur vor einer Fahrspur Zurzeit wird eine neue Führung für den Richtung Aasee ausfahrenden Radverkehr der Aegidiistraße erprobt. Bislang nutzen linksabbiegende Radfahrer aus der Aegidiistraße die Radfahrerschleuse vor beiden Fahrspuren. Bei der Ausfahrt kam es dabei immer wieder zu … weiterlesen