Historisches

Prager Fenstersturz löst 30-jährigen Krieg aus

Der „Prager Fenstersturz“ löste heute vor genau 400 Jahren, am 23. Mai 1618, den 30-jährigen Krieg aus. Protestantische böhmische Adlige warfen drei Statthalter des katholischen Königs Ferdinand II. aus einem Fenster der Prager Burg. Zwar überlebten die drei den Sturz aus dem Fenster, doch war dies das Zeichen für das Aufbegehren der Protestanten gegen ihre katholischen Herrscher. Unterschiedliche Protagonisten führten bis 1648 Krieg im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Jacques Callot hat die Plünderung und Brandschatzung eines Dorfes um 1630 festgehalten.

Als der Krieg mit dem Westfälischen Frieden beendet wird, ist fast ein Drittel der Bevölkerung Deutschlands im Krieg oder an seinen Folgen gestorben. Die Ausstellung „Ein Grund zum Feiern? Münster und der Westfälische Frieden“ im Stadtmuseum Münster beleuchtet die Wahrnehmung des Friedens in Münster durch die Jahrhunderte seit 1648. Der Eintritt ist frei.


Foto: Stadt Münster. – Jacques Callot: Brandschatzung 1630

More from Historisches

Stapelskotten vor 50 Jahren eröffnet

Bei Regen wurde vor 50 Jahren mit einem Sprung ins kühle Nass das Freibad Stapelskotten eröffnet. Die Zuschauer blieben lieber unter ihren Regenschirmen, während die städtische Prominenz, unter ihnen Oberbürgermeister Dr. Albrecht Beckel (2. v. l.) 1968 unerschrocken ins Schwimmbecken … weiterlesen

Währungsreform vor 70 Jahren

Die Währungsreform von 1948 war wohl eine der bedeutendsten wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Nachkriegszeit. Am 20. Juni 1948 erhielt jeder Bundesbürger im Umtausch für 100 alte Reichsmark 40 neue Deutsche Mark (DM), die ab dem 21. Juni alleingültiges Zahlungsmittel war. Die … weiterlesen

Themenabend: Der Kiepenkerl in der NS-Zeit

Ab dem 17. Jahrhundert gehörten die Kiepenkerle als wandernde Händler, die mit der Kiepe auf dem Rücken auf den Straßen unterwegs waren, zum Bild der Stadt und ihrer Umgebung: Sie handelten mit Eisenwaren, Haushaltsartikeln und Kramwaren. Die Zeit der Wanderhändler … weiterlesen

Unerwünschte Literatur

Bereits sehr früh nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten begann eine systematische Verunglimpfung von politischen Gegnern und missliebigen Künstlern. Auch die Studentenschaft in Münster verhielt sich parteikonform. Am 6. Mai 1933 wurde auf dem Domplatz ein so genannter Schandpfahl mit vermeintlich … weiterlesen

1968: Erste beschützende Werkstatt eröffnet

Mit dem Bundessozialhilfegesetz von 1961 hatte der Gesetzgeber die Grundlagen geschaffen, die ein menschenwürdiges Leben für alle Einwohner der Bundesrepublik gewährleisten sollten. Dadurch gab es eine finanzielle Basis zur Werkstattförderung für behinderte Menschen, eine staatlich finanzierte Eingliederung nicht erwerbsfähiger Erwachsener … weiterlesen

Katholikentag 1930

Vom 9. bis 13. Mai ist Münster Gastgeberin des 101. Katholikentags. Schon in den Jahren 1852, 1885 und 1930 hatten sich in Münster zahlreiche Gläubige zu diesem Großereignis versammelt. Über das letzte Treffen im Jahr 1930 informiert ab 4. Mai … weiterlesen

Das erste Sendfeuerwerk vor 50 Jahren

Wenn ab dem 14. April der Frühjahrssend zum Kirmesvergnügen einlädt, steht ein besonderer Geburtstag ins Haus. Das traditionelle Feuerwerk, ein Dankeschön der Schausteller, wurde am 22. März 1968 das erste Mal entfacht (Foto) und feiert mithin sein goldenes Jubiläum. Weitere … weiterlesen

Zeitreise mit dem Sammler Henning Stoffers

Im Jahr 1916 wird die magische Marke erreicht: Mit 100 000 Einwohnern darf sich Münster Großstadt nennen. Der Themenabend im Stadtarchiv legt an einigen Stationen der wachsenden Stadt jener Jahre Halt ein: Sammler und Autor Henning Stoffers macht Stadtgeschichte aus … weiterlesen

Fotos aus der Zeit des Wiederaufbaus

Die Jahre von 1965 bis 1975 sind zwar nur ein kurzer Abschnitt in der münsterschen Stadtgeschichte, sie stellen aber in vielerlei Hinsicht einen Wendepunkt in der städtischen Entwicklung nach 1945 dar. Das Auto und die dicht bebauten Trabantenstädte wurden zum … weiterlesen