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Unseren Planeten vor zukünftigen Meteoriteneinschlägen schützen.

Führende Forscher, das Observatorium Côte D’Azur, das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung und der „Asteroid Day“ rufen die Kampagne “Support Hera” ins Leben, um unseren Planeten vor zukünftigen Meteoriteneinschlägen zu schützen.

Ziel der geplanten Hera Mission der Europäischen Weltraumagentur ESA ist es, das bisherige Wissen über erdnahe Asteroiden, sogenannten Near Earth Objects (NEOs), zu vertiefen und Weltraummissionen zu konzipieren, welche die Erde vor gefährlichen Einschlägen schützen können. Im Verlauf der Veranstaltung wird ein offener Brief an die Medien übergeben, den über 1.000 führende Planetenforscher und Menschen aus aller Welt unterschrieben haben und damit ihre Unterstützung für die geplante Hera Mission  (www.esa.int/hera) zum Ausdruck bringen.

NEOs, derzeit sind etwa 21.443 bekannt, mit einem Durchmesser von 100 m oder mehr könnten eines Tages entweder auf die Erdoberfläche aufschlagen oder in geringer Höhe in einem Feuerball explodieren. In beiden Fällen würden dies schwere Schäden über viele Quadratkilometer verursachen, wie das Ereignis über der Stadt Tscheljabinsk 2013 gezeigt hat, oder auch ganze Regionen zerstören. Durch ozeanische Einschlägen ausgelöst extreme Tsunamis würden das Verwüstungsgebiet noch erheblich vergrößern. Es steht außer Frage, dass Meteoriteneinschläge erheblichen ökonomischen Schaden anrichten und eine große Zahl menschlicher Opfer fordern können Im Gegensatz zu anderen Naturkatastrophen ist die Kollision eines Asteroiden mit der Erde vorhersehbar und könnte sogar verhindert werden. Durch den Zusammenstoß des Asteroiden mit einem künstlichen Projektil, eines sogenannten kinetischen Impaktor, kann die Flugbahn so weit abgelenkt werden, dass die Kollision mit der Erde verhindert wird.

Hera ist der europäische Teil des AIDA-Programms (Asteroid Impact & Deflection Assessment), bei dem in Zusammenarbeit mit der NASA die Durchführbarkeit eines Ablenkungsmanöver durch einen kinetischen Impaktor getestet werden soll. Die NASA führt dabei im Rahmen der DART-Mission das eigentliche Einschlagexperiment durch. Hera wird dann mit einigem Abstand das Ergebnis des kosmischen Experimentes untersuchen und dabei genaue Daten über den Aufbau und die Zusammensetzung des Asteroiden sammeln, vor allem aber den Einschlagkrater auf der Oberfläche des Asteroiden vermessen und die Änderungen der Bahnparameter bestimmen. Die zu erwartenden Daten der Hera Mission sind ausschlaggebend, um im Ernstfall exakte Vorhersagen mit Hilfe von Computersimulation zur Abwehr liefern zu können, um unseren  Planeten vor Gefahren aus dem Weltraum zu schützen.

Das Observatoire de la Côte d’Azur
Das Observatoire de la Côte d’Azur (OCA) (Nizza, Frankreich) ist eine öffentliche Forschungsanstalt für Astronomie und Erdwissenschaften. Das OCA beherbergt drei Forschungseinrichtungen, darunter das Lagrange Laboratory der CNRS (National Centre for Scientific Research), welches sich mit Instrumentation, erd- und weltraumgebundenen Beobachtungen sowie theoretischer/numerischer Modellierung im Bereich Planetologie, Fluiddynamik, Plasma- und Sonnenphysik und Kosmologie beschäftigt.

Über das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS):

Das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen ist eines von 84 Instituten der Max-Planck-Gesellschaft, Deutschlands führender Forschungsorganisation für Grundlagenforschung. Die wissenschaftliche Arbeit am MPS konzentriert sich auf alle Körper in unserem Sonnensystem also auf die Sonne, die Planeten und die kleinen Körper sowie auf das Innere entfernter Sterne.

Asteroid Day 

Asteroid Day ist eine weltweite Bewegung mit dem Ziel, das öffentliche Bewusstsein zu erhöhen für mögliche Asteroideneinschläge und für Techniken, die Erde davor zu schützen. Sie wurde 2015 gegründet. Mitgründer sind Dr. Brian May, Astrophysiker und Lead Gitarrist der Rockband „Queen“, Apollo-Astronaut Rusty Schweickart und der deutsche Filmemacher Grig Richters. Der Asteroidentag findet jährlich am 30. Juni statt und markiert den größten, aufgezeichneten Asteroideneinschlag. Dieser fand 1908 im sibirischen Tunguska statt und verwüstete eine Fläche von mehr als 2000 Quadratkilometern. Dies entspricht der Fläche eine modernen Metropole.

Das Museum für Naturkunde Berlin

Das Museum für Naturkunde Berlin (Leibniz-Institut für Evolution und Biodeversität) ist eine Forschungseinrichtung der Leibniz Gemeinschaft. Es ist weltweit eine der bedeutendsten Forschungseinrichtungen im Bereich der biologischen und geologischen Evolution und Biodiversität. Zu der Forschungseinrichtung zählen Partner in Berlin und etwa 60 weiteren Ländern. Mehr als 500.000 Besucher pro Jahr zeugen davon, dass das Museum sich zu einer innovative Kommunikationsplattform entwickelt hat, die den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Dialog über die Zukunft unserer Erde mitgestaltet.

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