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Sonntag, Juni 26, 2022

„Vamos a la Playa“ oder „Democracia Real Ya“?

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Tausende von Demonstranten entschieden in der Nacht zum Montag in Madrid, dass das vor zwei Wochen errichtete Protestcamp auf dem Platz Puerta del Sol bestehenbleibt.

Allerdings soll die Fläche verkleinert werden. In anderen Städten trafen die Bewohner von Protestlagern ähnliche Entscheidungen. Die Revolution geht sozusagen in ihre „Light“-Phase.

In Madrid hatten normale Bürger, Ladenbesitzer und konservative Politiker in der Umgebung des Camps gefordert, dass die Sicherheitskräfte den Platz räumen lassen.

Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba hatte angekündigt, Gespräche mit der Polizei zu führen und dann eine Entscheidung über eine mögliche Räumung zu treffen.

In Barcelona hatte die Polizei am Freitag versucht, ein Protestcamp auf der Plaza de Cataluña zu räumen. Die Aktion eskalierte, die Demonstranten wehrten sich mit Gewalt – und brachte ihnen neuen Zulauf von Sympathisanten ein. Die Camp-Bewohner in Barcelona entschieden ebenfalls, ihre Protestaktion fortzusetzen.

Die Bewegung „Echte Demokratie jetzt!“ war am 15. Mai spontan entstanden. Die so genannte „spanische Revolution“ brachte Zehntausende auf die Beine und sorgte weltweit für Schlagzeilen. Die Proteste richten sich unter anderem gegen die hohe Arbeitslosigkeit in Spanien, gegen die Macht der Banken und der großen Parteien.

In Madrid hatte die Bewegung am Wochenende zu dezentralen Kundgebungen in den einzelnen Stadtteilen der Metropole aufgerufen. Daran nahmen nach Angaben der Veranstalter mehr als 20.000 Menschen teil.

Zum Vergleich für alle, die gern von einer Massenbewegung sprechen: Allein beim Stierkampf waren am an jedem Tag des Wochenendes in der Arena Las Ventas jeweils 24.000 Zuschauer.

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