Tagesarchive: 17. Juli 2014

Tagesaktuelle Meldungen der Polizei - Fahndung Münster Journal

Tagesaktuelle Meldungen der Polizei vom 17.Juli 2014

1) Drei junge Autoknacker geschnappt

Münster.

Zwei 15 und ein 14 Jahre alter Autoknacker gingen der Polizei am frühen Donnerstagmorgen (17.07.2014, 01:05 Uhr) an der Warendorfer Straße ins Netz. Eine 50jährige Zeugin hatte die drei Jugendlichen dabei beobachtet, wie sie ein Auto im Schein einer Taschenlampe durchsuchten.

Die alarmierten Polizisten nahmen die Täter dank der guten Personenbeschreibung der Zeugin in der Nähe fest. Einen Regenschirm und den Zigarettenanzünder aus dem nicht verschlossenen Auto trugen sie bei sich. Ein Navigationsgerät hatten sie hinter einem Stromkasten versteckt. Eine Brille und Bekleidung aus dem Auto fanden die Beamten an der Bushaltstelle “Danziger Freiheit”.

Die Jugendlichen mussten mit zur Wache und wurden dort von den Eltern abgeholt. Die Ermittlungen dauern an.

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2) Fenster auf Kipp – Bargeld und Süßigkeiten erbeutet

Münster.

Durch ein auf Kipp stehendes Toilettenfenster drangen Unbekannte von Dienstagnachmittag (15.07.2014, 17:15 Uhr) bis Mittwochmorgen (16.07.214, 07:40 Uhr) in ein Firmengebäude an der Hansestraße ein.

Die Diebe brachen anschließend eine Bürotür auf und erbeuteten einen dreistelligen Bargeldbetrag und Süßigkeiten.

Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0251 275-0 entgegen.

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3) Einbruch in der Mittagszeit

Münster.

Am Mittwochmittag (16.07.2014, 13:45 Uhr bis 15:00 Uhr) drangen Unbekannte in ein Reihenhaus an der Straße Langeworth ein. Die Täter öffneten gewaltsam die Terrassentür und nahmen aus dem Schlafzimmer Schmuck und Bargeld mit.

Zeugen haben einen sehr schlanken und schmierigen Mann vor dem Haus gesehen.

Weitere Hinweise zu der Person nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0251 275-0 entgegen.

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4) Mit 2,28 Promille im Lkw auf der Autobahn 43

Münster/Nottuln.

Polizisten zogen am Mittwochabend (16.07.2014, 18:02 Uhr) einen Lkw-Fahrer mit 2,28 Promille auf der Autobahn 43 Höhe Nottuln aus dem Verkehr.

Zuvor hatten mehrere Zeugen die Polizei über einen Lkw informiert, der in Schlangenlinien in Richtung Ruhrgebiet unterwegs war. Auf dem Parkplatz Karthaus entdeckten die Beamten den zwischenzeitlich abgestellten Lkw.

Bei der Kontrolle rochen die Polizisten sofort, dass der Mann getrunken hatte.

Der 27jährige Fahrer aus Polen musste eine Blutprobe und seinen Führerschein abgeben.

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5) Betrüger/Diebe unterwegs

Kreis Steinfurt.

Allgemein zum Betrug: Mit “alt bekannten” oder mit neuen Varianten versuchen Betrüger immer wieder von Bürgerinnen und Bürgern Wertsachen, insbesondere Schmuck und Bargeld, zu erbeuten. Bei der Polizei sind auch in den vergangenen Tagen Anzeigen erstattet worden, die die Vielfältigkeit und den Ideenreichtum der Täter erkennen lassen.

Am bekanntesten sind der in unterschiedlichen Zeitabständen angewandte Enkeltrick und dem Taub-Stummen-Trick. Beim Enkeltrick gibt sich ein Betrüger als Verwandter aus, täuscht eine Notlage vor und erbittet daher große Geldsummen. Beim Taub-Stummen-Trick bitten Sammler um Spenden, lenken die hilfsbreiten Bürger ab und bestehlen sie dann.

Anfang Juli in Hörstel: In Hörstel klingelten Anfang Juli zwei unbekannte Männer an der Haustür einer älteren Dame. Die Beiden interessierten sich für Altgold bzw. alten Schmuck, den sie angeblich kaufen wollten. Die Frau ließ zwar durchblicken, dass sie solche Wertgegenstände besitze, diese aber nicht verkaufen wolle. Das Duo ging weiter. Überraschenderweise klingelte es etwa 30 Minuten später erneut an ihrer Haustür. Jetzt stand eine blau gekleidet Frau vor der Tür, die angab von der Polizei zu kommen und den Schmuck der Frau sicherstellen müsse. Die Hörstelerin verlangte sofort den Ausweis der Frau, woraufhin diese verschwand.

Vorfall Rheine, 11.07.2014: Ähnlich wie beim Enkeltrick haben am vergangenen Freitag (11.07.2014) unbekannte bei einer Rheinenserin angerufen. Mit der “miesen” Behauptung, ihr verstorbener Ehemann habe noch aus verschiedenen Verträgen Außenstände, forderten sie eine fünfstellige Summe von der Frau. Sogar mit der Pfändung ihrer Renten drohte die Anrufer. Die Frau ging nicht darauf ein und schaltete die Polizei ein.

Aktuell: Ochtrup: Am Mittwoch (16.07.2014) wurden der Polizei zwei vollkommen unterschiedliche Betrugsdelikte gemeldet. Vor einem Ochtruper Einkaufsmarkt ist am Vormittag ein älterer Herr von einem Mann angesprochen worden, der in überzeugender Weise behauptete, ein ehemaliger Arbeitskollege zu sein. Der Fremde wollte nun in seine ausländische Heimat reisen, habe aber noch einige Mäntel, die er wegen der Zollgebühren nicht mitnehmen und daher dem Ochtruper schenken wolle. Letztlich verlangte der Unbekannte jedoch eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 700 Euro. Nachdem man sich auf die Hälfte des Betrages geeinigt hatte, fuhr der dunkelhaarige, schwarz gekleidete Mann mit einem BMW mit Dortmunder Kennzeichen davon.
Zurück blieben minderwertige Mäntel und eine wertlose Uhr.

Nordwalde: Eine junge Frau hatte am Mittwochnachmittag
(16.07.2014) vor einem Geschäft an der Amtmann-Daniel-Straße ihren “Auftritt”. Die etwa 20 bis 25 Jahre alte, dünne Frau, die dunkle lange Haare hatte, lockte die Verkäuferin vor das Geschäft und lenkte sie dort hartnäckig und geschickt ab. Die unbekannte Frau trug goldene Schuhe, einen Rock und ein schwarzes Oberteil. Obwohl die Geschädigte dabei sehr vorsichtig war, ist es einer zweiten Person gelungen, in die Geschäftsräume zu gehen. Als die Fremde gegangen war, schaute die Verkäuferin in die Geschäftskasse. Der Inhalt war verschwunden, einige hundert Euro.

In den aktuellen Fällen bittet die Polizei um Hinweise.

Die Polizei rät:

Opfer der Betrugsmaschen werden vorwiegend ältere Mitbürgerinnen und Bürger. Die Betrüger nutzen die Hilfsbereitschaft schamlos aus.
Daher appellieren die Beamten: Seien Sie misstrauisch, aufmerksam und vorsichtig! Gehen Sie nicht auf Geldforderungen ein! Informieren Sie eine Vertrauensperson! Melden Sie derartige Vorfälle sofort der Polizei. Seien Sie immer vorsichtig, wenn Fremde an Ihrer Haustür klingeln! Schauen Sie sich die Besucher durch den Türspion oder das Fenster zunächst genau an. Öffnen Sie die Tür nur bei vorgelegtem Sperrriegel. Werden Sie misstrauisch, wenn Fremde Sie an der Haustür in ein längeres Gespräch verwickeln! Lassen Sie keine fremde Person in ihre Wohnung. Verlangen Sie von Amtspersonen grundsätzlich den Dienstausweis und prüfen Sie diesen genau. Lassen Sie nur Handwerker ins Haus, die sie selbst bestellt haben. Fordern Sie Unbekannte auf, zu einem späteren Zeitpunkt wiederzukommen, wenn Sie eine Vertrauensperson hinzugeholt haben. Wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, mit deutlichen Ansprachen. Rufen Sie- wenn Personen Sie hören könnten- um Hilfe! Sprechen Sie sich mit ihren Nachbarn ab, damit Sie sich in derartigen Situationen gegenseitig helfen und unterstützen können.

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6) Diebe unterwegs

Rheine.

Die Polizei hat am Dienstag (14.07.2014) drei Männer vorläufig festgenommen, die im Zusammenhang mit Ladendiebstählen stehen. Offenbar waren sie im Kreisgebiet unterwegs, um Diebstähle in den Märkten eines bestimmten Unternehmens zu verüben.

Zunächst waren der Polizei gegen 14.20 Uhr vier verdächtige Männer in Hörstel, an der Dürerstraße, gemeldet worden. Die aufmerksamen Geschäftsangestellten konnten den Polizeibeamten wichtige Informationen zu den Personen und ihrem Wagen geben. Nur 25 Minuten später wurde ein Diebstahl in einem Markt an der Salzbergener Straße in Rheine gemeldet.

Ein 32-jähriger Tatverdächtiger konnte dort von Angestellten festgehalten werden. Ein Mittäter war geflüchtet. Die Polizei leitete ein Fahnung ein. Es gelang den Wagen der Verdächtigen ausfindig zu machen und an der Anton-Führer-Straße zu stoppen. Der Fahrer, ein 25-Jähriger aus Norddeutschland, saß alleine im Wagen.

In dem Fahrzeug fanden die Beamten zwei prall gefüllte Müllsäcke mit Diebesgut, überwiegend Tabakwaren und Rasierklingen. Die Ermittlungen ergaben später, dass die Sachen aus Märkten in Westerkappeln, Hörstel und Rheine stammten. Die Polizei konnte noch am Nachmittag in Rheine einen dritten Mann festnehmen.

Es handelt sich um einen 45-Jährigen aus Oelde. Die Recherchen der Beamten führten schließlich dazu, dass der zuerst festgenommene 32-jährige Mann, ebenfalls aus Oelde, derzeit als Haupttäter anzusehen ist. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde er dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ Untersuchungshaft für den 32-Jährigen. Die beiden anderen wurden entlassen.

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7) B 513 nach Verkehrsunfall gesperrt

Warendorf.

Die B 513 war am Mittwoch, 16.7.2014, zwischen Sassenberg und Greffen, nach einem Unfall in den frühen Abendstunden gesperrt. Ein 42-jähriger Fahrzeugführer aus Sassenberg befuhr mit einem Pkw samt Anhänger die B 513 in Richtung Greffen. Er stellte zu spät fest, dass der vorausfahrende Verkehr aufgrund eines abbiegenden Fahrzeugs deutlich verlangsamt fuhr und wich nach links aus. Dadurch geriet der 42-Jährige in den Gegenverkehr und stieß mit dem BMW einer 48-jährigen Sassenbergerin zusammen.

Ein vorausfahrender Lkw wurde ebenfalls beschädigt, als das Gespann beim Ausweichen seitlich dagegen prallte. Durch den Zusammenstoß verletzen sich der 42-Jährige und die Sassenbergerin, die mit Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht wurden. Ein Abschleppdienst kümmerte sich um den Abtransport der Fahrzeuge.
Der Sachschaden wird auf etwa 24.500 Euro geschätzt.

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8) Zerstörung einer Briefkastenanlage mittels Feuerwerkskörper aufgeklärt/Hoher Sachschaden

Dülmen.

Am 29.06.2014, gg. 00.50 Uhr, wurde in Dülmen, Haverlandweg, eine 48 Brieffächer umfassende Briefkastenanlage durch einen explosionsartigen Vorgang beschädigt. Von einem in dem Mehrfamilienhaus wohnenden aufmerksamen Zeugen war gegen 00.00 Uhr eine männliche Person, die sich in verdächtiger Weise an der Briefkastenanlage zu schaffen machte, beobachtet worden. Beim Ansprechen der verdächtigen Person flüchtete diese zusammen mit weiteren Personen in einem dunklen Opel Astra-Caravan.

Dieser Zeuge bemerkte in der Nacht vom 04./05.07.2014 wieder mehrere junge Heranwachsende, welche sich vor dem Eingang des Hauses aufhielten.
Unter den Personen erkannte er die ihm in der Tatnacht aufgefallene verdächtige Person wieder und verständigte die Polizei. Die Personalien der vor Ort angetroffenen 3 Heranwachsenden im Alter von 18 Jahren aus Dülmen konnten dadurch festgestellt werden.

Die weiteren kriminalpolizeilichen Ermittlungen ergaben, dass aus Reihen dieser Heranwachsenden am 29.06.2014, gg. 00.50 Uhr, ein Sylvesterkracher (so genannter “Kanonenschlag”) in dem Briefkastenfach gezündet wurde, um die Sprengwirkung eines derartigen Feuerwerkskörpers an einem Briefkasten zu testen. In der Nacht vom 04./05.06.2014 kehrten sie zum Tatort zurück, um das Ausmaß der von ihnen verursachten Beschädigung zu besehen.

Der 18-jährige Haupttäter, welcher den Feuerwerkskörper gezündet hat, wurde von dem Zeugen im Rahmen einer Wahllichtbildvorlage zweifelsfrei identifiziert. In ihren anschließenden Vernehmungen zeigten sich die bei Tatausführung in Begleitung einer 18-jährigen Dülmenerin befindlichen und zuvor kriminalpolizeilich noch nicht in Erscheinung getretenen Beschuldigten umfassend geständig.

Die Beschuldigten erwartet ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung. Darüber hinaus dürften sie zur Regulierung des von ihnen verursachten und auf etwa 1000.- Euro geschätzten Sachschadens herangezogen werden.

Dank eines aufmerksamen Zeugen konnte so eine nicht unerhebliche Sachbeschädigung aufgeklärt werden.

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9) Brandstifter setzte mehrere Pkws und einen Lkw in Brand / Feuer griff auf Wohnhäuser über

Gronau-Epe.

In der Nacht zum Donnerstag, 17.07.2014, hatte eine Anwohnerin der Straße Bleeke gegen 03.00 Uhr den Zeitungsboten gehört und sich daraufhin zum Postkasten begeben. Dabei stellte sie fest, dass ein am Straßenrand abgestellter Klein-Lkw brannte und alarmierte die Feuerwehr.

Die Feuerwehr musste aber nicht nur diesen Brand löschen, weil der Brandstifter auf Straße Bleeke auch noch sechs Pkws in Brand gesetzt hatte. Alle Pkws standen auf den Grundstücken der Wohnhäuser.

In einem Fall griff das Feuer auf das Carport und das Dach des Wohnhauses über; durch die Hitzeentwicklung wurde auch ein in einer Garage hinter dem Carport abgestellter Pkw beschädigt.

In einem weiteren Fall griff der Pkw-Brand ebenfalls auf das Wohnhaus und die Garage über (jeweils Fassadenschäden).

Auf einem weiteren Grundstück wurden eine Grundstückshecke und eine Jalousie eines Wohnhauses in Mitleidenschaft gezogen.

Ein Pkw-Brand konnte durch die Geschädigten im frühen Stadium entdeckt und mit Wasser gelöscht werden.

Bei einem weiteren Pkw war der Brand glücklicherweise nicht auf den Motor- bzw. Fahrgastraum übergegriffen.

Der Lkw und vier der angezündeten Pkws wurden massiv beschädigt.

Der Gesamtschaden kann noch nicht genau beziffert werden, dürfte aber mehrere Hunderttausend Euro betragen. Es ist nur dem Zufall oder dem Glück zu verdanken, dass keine Menschen zu Schaden kamen.

Die sofort eingeleitete Fahndung der Polizei führte zu keinem Erfolg. Die intensiven Ermittlungen der Kripo dauern an. Ein Zusammenhang mit anderen Brandstiftungen in Gronau-Epe ist nach dem derzeitigen Ermittlungsstand wahrscheinlich.

Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Wer eine Person oder Personen beobachtet, die sich gerade zur Nachtzeit verdächtig verhalten, wird gebeten sich sofort über den Notruf 110 an die Polizei zu wenden.

Verdächtig macht sich beispielsweise, wer sich Fahrzeuge, die auf der Straße oder Grundstücken abgestellt sind, ansieht oder sich sogar an diesen zu schaffen macht.

Die Polizei wird ihre Präsenz in Gronau-Epe weiter verstärken, um auf Hinweise so schnell wie möglich reagieren zu können.

Send auch im Stadtmuseum

Auf dem Schlossplatz lockt der Send gerade mit den neuesten Attraktionen. Aufregende Karussells versprechen schwindelerregende Erlebnisse. Im Stadtmuseum Münster erfahren die Besucherinnen und Besucher, wie es auf dem Send im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zuging. Es gibt brüllende … weiterlesen