Spionagetaube pünktlich zu Weihnachten zurück

Außergewöhnliches Ausstellungsexponat verlässt Westfälisches Pferdemuseum

Über vier Monate lang war die britische Spionagetaube der heimliche Star in der Sonderausstellung „Pferd und Krieg“ des Westfälischen Pferdemuseums. Als der Brite David Martin im Jahr 2012 seinen Kamin renovierte, entdeckte er das geheimnisvolle Taubenskelett mit einer verschlüsselten Botschaft am Bein. Der Fund sorgte damals weltweit für Schlagzeilen. Untersuchungen haben ergeben, dass es sich um eine britische Spionagetaube aus dem Zweiten Weltkrieg handelt. Der Ring am Bein verriet sogar das Alter des Tieres: Jahrgang 1940. Doch was hatte es mit der geheimnisvollen Botschaft auf sich? Kanadische Wissenschaftler glaubten 2012 den Code geknackt zu haben. Demnach soll sie Informationen zu Stellungen deutscher Panzer enthalten. Heute zweifelt man an dieser Deutung der Nachricht. Nach wie vor suchen Experten nach der richtigen Methode zur Entschlüsselung. Sicher ist, dass die Nachricht doppelt verschlüsselt ist. Ein Indiz dafür, dass die kleine Taube brisante und streng geheime Informationen transportierte. Ob und wie die Nachricht entschlüsselt werden kann, bleibt bislang ungeklärt.

Es kostete Museumsleiterin Sybill Ebers einige Überredungskunst, bis David Martin sich bereit erklärte, seine Taube an das Westfälische Pferdemuseum auszuleihen. Er brachte das Skelett im Juni 2014 persönlich nach Münster und machte zur Bedingung, dass Ebers sie nach Ausstellungsende persönlich nach England zurückbringt. Mit dem Taubenskelett im Handgepäck machte Ebers sich nun kurz vor Weihnachten auf die Reise nach London. Glücklicherweise verlief die Reise ohne Komplikationen mit dem Zoll. Dennoch war Ebers froh, als sie das Skelett unversehrt an seinen Besitzer zurückgeben konnte. David Martin und seine Frau Ann waren ebenfalls glücklich, als sie die Taube wieder in Empfang nehmen konnten. Die britische Spionagetaube ist sicherlich eines der kuriosesten Exponate, die das Pferdemuseum bislang ausgestellt hat.
Der künftige Verbleib der Taube ist noch ungewiss. David Martin überlegt, sie an ein britisches Tauben-Museum abzugeben. Zunächst jedoch möchte er sie erst einmal wieder bei sich zu Hause haben.

 

Und hier noch ein Weihnachtstipp!

Westfälisches Pferdemuseum bietet besondere Geschenkidee zu Weihnachten:

Bald steht Weihnachten vor der Tür und viele sind noch immer auf der Suche nach einem passenden Geschenk. Für alle Fotobegeisterten bietet das Westfälische Pferdemuseum nun eine besondere Geschenkidee: Anlässlich der aktuellen Sonderausstellung „Wildlife Photographer of the Year“ gibt es die Möglichkeit, eine Patenschaft für eines der hundert preisgekrönten Siegerfotos zu übernehmen. Mit einer einmaligen Spende von 50 Euro kann jeder sein persönliches „Patenkind“ für sich selbst, seine Firma oder als ganz besonderes Geschenk für Freunde oder Familie erwerben. Der Beschenkte ist damit bis zum Ausstellungsende am 29. März 2015 „Besitzer“ eines spektakulären Fotos! Der Bild-Pate wird auf einer Paten-Plakette und im Internet namentlich als Förderer genannt und erhält ein besonderes Paten-Geschenk.

Mit der Aktion werden kommende Ausstellungsprojekte des Pferdemuseums unterstützt. Mehr Infos unter http://www.pferdemuseum.de/ausstellungen/sonderausstellung/