NRW-Justizminister Thomas Kutschaty gab den Startschuss für den elektronischen Gerichtssaal

09. Juli 2015_Inbetriebnahme_Rechenzentrum_Justiz_325_20946Heute war NRW-Justizminister Thomas Kutschaty in Münster. Er erkundigte sich über den Stand der elektronischen Justizakte. Im Jahr 2022 sollen die Gerichte in NRW papierfrei sein. Nur noch Privatpersonen, dürfen dann „brieflich“ mit den Justizbehörden kommunizieren.

Vor sieben Jahren begannen die ersten Versuche mit der eAkte. Schnell wurde klar, dass mit den vorhandenen Systemen kein Richter arbeiten würde. Zu kompliziert und zu technisch. Nach fünf Jahren war die eAkte dann bereit für die ersten Tests. Hier zeigten sich dann weitere Fehler. Nach und nach flossen Verbesserungsvorschläge in die Software ein. Seit geraumer Zeit ist die Software soweit, dass die eAkte beim Amtsgericht Bonn in Betrieb genommen werden konnte. Jetzt wird noch ein Fachgericht dazukommen und dann, auch nach und nach, rund 240 weitere Gericht. Kutschaty wies noch einmal darauf hin, dass der Punkt Sicherheit sehr groß geschrieben wurde. Man will nicht eines Tages vor leeren Computern stehen.

Aber nicht nur die „technische“ Sicherheit wurde berücksichtigt, sondern auch die „softwareseitige“ Sicherheit. Man kann jeder Zeit nachvollziehen, wer mit der eAkte gearbeitet hat.
Bei einem Rundgang durch den Serverraum konnte sich Kutschaty über die Effizienz der Anlage überzeugen. Waren in früheren Jahren die Serverräume so kalt, dass man sie als Kühlschrank benutzen konnte, werden die Räume heute bei Zimmertemperatur gehalten. Dieses spart Emmens Strom und somit Geld.

Der heutige Tag war der Startschuss für den elektronischen Gerichtssaal. Damit wird Münster der Ort, in dem in Zukunft alle Akten für alle NRW-Gerichte „lagern“.