30 Jahre Kopfarbeit – Die Gala der Kindsköpfe

In wem von uns steckt nicht bis ins hohe Alter oder sogar  bis zum DSC02194Tod ein Kindskopf?
Auch viele Prominente aus der Münsterischen maria_lewe2Szene outeten ihre Köpfe, die durch Fotograf Peter Wattendorff ins rechte Licht gesetzt wurden, für eine Kampagne, die zum Nachdenken, Helfen und Schützen anregen soll. Es handelt sich bei der am letzten Sonntagabend veranstalteten Gala nicht um die alljährlich zu erwarteten Weihnachtsangriffe auf den Geldbeutel. Es war vielmehr ein Dankeschön an die Helferinnen und Helfer der letzten 30 Jahre Kinderneurologie-Hilfe in Münster. Und zu diesem Zweck gab es Fotos mit der passenden Kopfbedeckung des unter der Kopfbedeckung steckenden Kindskopfes.

Was steckt aber hinter der Kinderneurologie-Hilfe in Münster? Um es mit wenigen Worten zu sagen, es ist ein eingetragener Verein, der sich seit 30 Jahren erfolgreich für erlittene Kopf- und Hirnverletzungen bei Kinder und Jugendlichen einsetzt.

Ein großer Unterstützer-Kopf der ersten Stunden ist der Unternehmer Jochen DSC02336Klose, der vielen Münsteranern noch mit seiner Firma Klose Containerdienste in Erinnerung sein dürfte. Ganz heimlich saß er, wie so viele heimliche Unterstützer, in einer der hinteren Reihen am vergangenen Sonntag im Kleinen Haus des Theaters Münster, und genoss fast unerkannt den Abend mit den Kindsköpfen, die auf der Bühne und im Publikumsraum von sich und anderen Dingen erzählten. Es war ein Abend mit Musik, Tanz, ungewöhnlichen Darbietungen und einem eindrucksvollen Eiertanz, den niemand geringeres als Jörg Adler, der bald scheidende Zoodirektor, präsentierte.

DSC02316Der Abend erinnerte in Teilen, vor allem aber durch die Bühnendekoration, an die Adam Riese Show des Pumpenhauses, doch diesmal auf den ehemaligen Bühnen der Stadt Münster.

Im Gespräch mit Moderator Uwe Koch, der vor allem durch die karnevalistische TV Sendung „Westfalen steffi_stephan2 haut auf die Pauke“ bekannt wurde, wollte Jörg Adler zum verschwundenen Pinguin Nr. 135 kein Geständnis ablegen, dies sei dem WDR-Fernsehen versprochen, der zum Abschied Adlers, eine Sendung vorbereitet habe.

Insgesamt war es ein erfrischender Abend mit vielen liebenswerten Kindsköpfen vor und auf der Bühne. Ganz getreu dem Motto des „Fernsehkochs“-Wer nicht kommt, fehlt unentschuldigt ;-). Und gefehlt haben wirklich nicht viele, außer eventuell ein jovler Mann, dessen spontaner Kurzurlaub, mit oder ohne Udo Lindenberg, in Thailand, entschuldigt wurde.

Highlights gab es ohne Ende – Der singende Räuber und sein „Zuckerstück“, alias Oberbürgermeister Markus Lewe, der durch die Schirmherrin der KHM, die zugleich auch seine Ehefrau ist, die große Liebe in seiner geliebten Heimatstadt, fand.

DSC02377bDer singende Kommissar mit prachtvoller Stimme und gänzlich ohne Overbeck-Allüren, dafür aber mit drei hübschen Frauen und zwei Fliegen. Eine der nicht vorhandenen Fliegen wurde durch die Trompeterin erschlagen, was zur Erkenntnis führte – Oh, arme Fliege, oh dumme Fliege, hatte .. hatte… keinen Helm auf ….

Und wir könnten jetzt noch einige Seiten mit Aufzählungen und Künstlern der Veranstaltung füllen, aber wer will das alles lesen? Unterm Strich war es ein gelungener Abend für Kindsköpfe, Veranstalter und die Kinderneurologie-Hilfe Münster e.V.

Ein besonderer Tipp am Rande. Gezeigte Auszüge aus dem TheaterstückDSC02217 „Die Blechtrommel“ sowie Leseproben aus den Münsterbüchern von Adam Riese machen Hunger auf mehr… Aus dem Publikum hörten wir jedenfalls öfter „Weihnachtsgeschenk-Tipp“.

Die Bilderstrecke und ein Video finden Sie am Ende des Artikels.

Wer die Künstler und Ehrenamtlichen unterstützen möchte findet dazu weitere Informationen unter dem folgenden Link. Dort gibt es auch noch Kalender und Plakate mit den prominenten Kindsköpfen ….

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