Tagesarchive: 15. Dezember 2015

Wilsberg und das goldene Buch

Wilsberg "Tod im Supermarkt" Dede (Michael Grimm), Wilsberg (Leonard Lansink) Dede enttarnt Overbecks Vortrag. Ein Groschenroman

Am heutigen Dienstag findet nicht nur die Premiere des 50. Wilsberg im Kino statt, es ist auch der Tag, an dem sich die Darsteller in das „goldene Buch“ der Stadt eintragen.

Oberbürgermeister Markus Lewe empfängt die Hauptdarsteller und Macher des „Wilsberg“ im Friedenssaal des Rathauses. Dort werden sich Leonard Lansink, Oliver Korittke, Ina Paule Klink, Rita Russek und Roland Jankowsky eintragen. Ergänzt werden die Darsteller durch Reinhold Elschot und Martin Neumann vom ZDF, sowie Anton Moho als Produzent und Jürgen Kehrer, der Autor der Romane. Danach geht es zur Kinopremiere ins Cineplex.

„Wilsberg – Tod im Supermarkt“ ist bereits der 50. Münster-Krimi des ZDF, ausgestrahlt wird er am 2. Januar 2016. Seit nunmehr über 20 Jahren ermittelt der kauzige TV-Detektiv schon in der Westfalenmetropole. Der Filmservice Münster.Land präsentiert den neuesten „Wilsberg“ in Zusammenarbeit mit dem ZDF, der Produktionsfirma Warner Bros. und dem Cineplex bereits am Dienstag, 15. Dezember um 19 Uhr als Kinopremiere.

Viele andere haben an diesem Dauererfolg teil. Beispielhaft für die Vielzahl an Produktionsbeteiligten, stellen wir einige Weggefährten der Wilsberg-Reihe vor und verraten auch wer Leonard Lansing so manches Mal doubelt.

Dem Regisseur ist nix zu schwör
Der Erfolgsregisseur Martin Enlen aus Frankfurt, drehte, dieDSC01498sen 50. Film der Wilsberg-Reihe. Ein Dreh mit Enlen gleicht fast immer einem gefühlten Familientreffen, denn die Crew sowie die Schauspieler verschmelzen zu einem echten Team und dieses Gefühl ist dem fertigen Film anzumerken. Das bestätigt auch die Produktionscrew, „Wenn das Team gut funktioniert und der Regisseur die einzelnen beteiligten Individuen gut behandelt, ist das Filmprodukt später immer etwas, was man vorzeigen kann“.

Nicola Ebel, die Leiterin des „Filmservice Münster.Land“ fügt noch hinzu, „Nur ein gutes Drehbuch, kann zu einem guten Film werden“. Mit dieser Kombination aus gutem Team und gutem Drehbuch kommt immer mehr Film aus der westfälischen Stadt Münster. Um zu verstehen wie wichtig ein Regisseur ist, beleuchten wir seine Aufgaben einmal vom Zeitpunkt des ersten Kontakts.

Oft beginnt es mit einem Anruf bei Martin Enlen, „Sag mal hättest du Interesse an diesem oder jenen Projekt?“. Und wenn es spannend klingt, dann bekommt er das passende Drehbuch zugeschickt. „Und wenn bereits beim Lesen, der Film vor meinem inneren Auge abläuft und mir die Handlung gefällt, dann mach ich das“, sagt Enlen.

Nun geht die eigentliche Arbeit los. Die Heads of Departments, der so genannte Filmstab, kommt zusammen. Es werden vom Regisseur gewünschte Bildmotive gesucht. Das bedeutet, vor dem inneren Auge hatte sich beim Lesen eine Szene in einem Wald mit anschließender Wasserfläche ergeben. Diese sucht nun der Location-Scout der Ausstatter-Crew, er macht bei erfolgreicher Suche ein paar Fotos von der vorgefundenen Örtlichkeit und sendet diese wieder an den Regisseur.

DSC00373Dieser beschäftigt sich dann mit der ersten Motivwahl. Aufnahmeleitung und Kameramann, sind dabei mit im Boot. Wenn ein passendes Motiv gefunden wurde, geht es mit einer Motivtour zu geeigneten Plätzen. Passt auch hier alles, kommt die große Crew. Eine weitere technische Motivtour prüft vor Ort die Drehbedingungen, den Platzbedarf für die erforderlichen Hilfsmittel und so weiter. „Wenn die Entscheidungen gefallen sind und die Motivgeber sich auf unseren Zeitplan einstellen können, planen wir den Drehtermin“, erklärt der Set-Aufnahmeleiter Collin Bennett.

„Manchmal sind aber auch Anpassungen im Drehbuch notDSC00390wendig. Als ich die Bilder von einem Bauernhof in Münster-Handorf gesehen habe, war ich von diesem schönen Innenhof so begeistert, dass wir eine Szene die eigentlich in einem Büro gedreht werden sollte, auf den Innenhof umgeschrieben haben, um mehr Atmosphäre in den Film zu bringen und schöne versteckte Ecken in Münster zu zeigen.“, erklärt Martin Enlen.

DSC00442Die High-Class-Location LBS am Aasee in Münster wird den meisten Menschen nicht von innen bekannt sein, hat aber einiges zu bieten. Selbst die Produktionscrew war von den Räumlichkeiten und den Kunstwerken schwer beeindruckt, und das ist bei den vielen Motiven, denen die Filmemacher im Jahr begegnen, nur selten der Fall. In so einem Umfeld zu produzieren macht dann natürlich doppelt so viel Spaß.

Nach dem Dreh ist für den Regisseur noch lange nicht Feierabend. Die Postproduktion, also die Nachbearbeitung, nimmt noch einige Monate harter Arbeit in Anspruch.
Der Film muss geschnitten werden, die passende Musik wird ausgewählt und diese Prozesse wiederholen sich sehr oft bis der Film endgültig steht.

Das Continuity
DSC00463DSC01470bUnd so kommen wir zu einem wichtigen Bestandteil der Regiearbeit, der Script/Continuity.
Dieser Beruf entwickelte sich aus der Ateliersekretärin, die für die Dokumentation der Dreharbeiten beim Film zuständig war. Da sich die Anforderungen an die modernen Dreharbeiten änderten, entwickelte sich der Beruf deutlich weiter und stieg in der Wichtigkeit.

Claudia Adhikary bezeichnet sich selbst als Protokollschreiberin des gesamten Sets und des Filmablaufs. Sie behält den Überblick über die Anschlüsse beim Drehen, denn Filme werden nicht chronologisch (Also nicht in der Reihenfolge, wie im späteren Film) gedreht, sondern kreuz und quer, je nach verfügbaren Location, Tageszeiten und Darstellern.

Claudia ist die klassische Quereinsteigerin in diesem Job und liebt das ganz-nah Feeling hinter der Kamera bei Wind und Wetter, inmitten des Geschehens.

Das Leonard Lansink Double
DSC00503Andreas Latosinszky ist Oberbeleuchter am Wilsberg-Set, aber manchmal schlüpft DSC01470cer auch in die darstellende Rolle des kauzigen Privatdetektivs Georg Wilsberg. Natürlich nur von der Seite, von hinten, oder wenn nur die Arme zu sehen sind.
Der gelernte Energieanlagenelektroniker hörte schon in der Lehre von vielen Leuten, die im Filmgeschäft tätig waren, von den spannenden Geschichten der großen weiten Welt. Für ihn war klar, „Da will ich auch hin.“.

Der Chef der Beleuchtertruppe achtet auf das perfekte Licht und richtet die technischen Anlagen ein, damit später beim eigentlichen Dreh alles Hand in Hand läuft. Er gehört zur Crew der technischen Motivtour, die sich im Vorfeld Drehorte anschauen und den Licht und Technikbedarf errechnen. Er arbeitet in enger Partnerschaft mit dem Kameramann zusammen. Hilfe bekam der Oberbeleuchter durch den gebürtigen Münsteraner, Marian Bouwmann. Er studierte Medientechnik und fing als Praktikant beim Film an. Sein Spezialgebiet ist die Beleuchtung. Er hat in diesem Jahr, als Videoperator den Kino-Tatort mit Till Schweiger in Istanbul, Berlin, Weimar und Dresden abgedreht.

Die vielen Perlen der Produktion
DSC00395Es gibt noch sehr viele Menschen, die bei diesen Produktionen nicht vergessen werden dürfen. Philipp Timme, der Kameramann und langjähriger Freund von Martin Enlen, hat ebenso zu der Erfolgsgeschichte der Reihe und vieler weiterer Filme beigetragen, wie die unzähligen Gesichter im Hintergrund.
Auch Ihnen gebührt der Dank, der Zuschauer/innen, die sich gut unterhalten fühlen.

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