Katastrophe oder Herausforderung

Der nun beschlossene Brexit der Briten muss nicht der Anfang vom Ende der Europäischen Union sein, er wird aber eine anstrengende und große Herausforderung für alle EU-Länder durch das britische Ausscheidens aus der Staatengemeinschaft. Abzusehen ist leider der Zerfall des vereinigten Königreiches, denn Schottland will in der EU bleiben. Das Ergebnis bei der nordirischen und schottischen Abstimmung für den Verbleib in der EU, mache “klar, dass das Volk der Länder seine Zukunft als Teil der Europäischen Union sieht”, sagte Nicola Sturgen , Regierungschefin, am Freitag laut der britischen Presseagentur PA.
Viele Zulieferfirmen auf der europäischen sowie der künftigen nicht europäischen Seite, sehen jedoch mit großer Sorge in eine noch ungewisse Zukunft, die auch eine besonders anfällige Schnittstelle für weitere Ausbrüche stellen kann. Leidvolle Blicke gehen auch an die Börsen und Finanzsysteme der Welt, so leidet das britische Pfund ebenfalls unter der Entscheidung der Briten. Direkt nach bekanntwerden brach am heutigen Freitag der Dollar um mehr als elf Prozent auf 1,330 Dollar ein. Bislang der tiefste Stand seit September 1985. Auch der Euro brach um massive 4,1 Prozent auf nur noch 1,0914 Dollar ein. Dies ist der größte Kursrückgang in der Geschichte unserer Gemeinschaftswährung.

Welche Folgen sich mit dem Austritt in der Zukunft für das Münsterland ergeben, ist zuzeit nicht absehbar.