Bus fahren ist in Münster attraktiv und beliebt

Dr. Henning Müller Tengelmann ist erster Mann im Hause der Stadtwerke Münster 16. Juni 2016_Bilanzpressekon_Stadtwerke_1251und rundherum zufrieden mit der Abteilung Verkehr, erklärte er im Rahmen der gestrigen Bilanz-Pressekonferenz zum Jahr 2015. Bei rund 11 Millionen Kilometern, die von den Bussen im Stadtgebiet pro Jahr zurückgelegt werden, steigt die Zahl der Nutzer deutlich. Im abgelaufenen Jahr konnte das Verkehrsunternehmen mit 41,6 Millionen Fahrgästen einen erneuten Rekord verzeichnen.

Der erreichte Kostendeckungsgrad von über 78 Prozent wurde unter Anderem durch geschicktes Management erreicht. So sind die Kosten sogar um 1,8 Millionen Euro im Vergleich zum Jahr 2014 gesunken. „Das Defizit im Busverkehr wird durch einen Teil der 16. Juni 2016_Bilanzpressekon_Stadtwerke_1248-6Gewinne aus dem Geschäft der Energieversorgung getragen. Das sind immerhin 10,1 Millionen Euro“, erklärt Aufsichtsratsvorsitzender Gerhard Joksch.

Fahrgäste, die das e-Ticket nutzen, profitieren von nahezu gleichbleibenden Fahrtkosten. Der Unterschied ist enorm, eine Fahrt ohne e-Ticket kostet 3,- Euro, mit e-Ticket nur 2,-. Und bei der kommenden Fahrpreiserhöhung im August 2016, mit 1,7%, achten die Stadtwerke auf Ausweichmöglichkeiten. So bleibt den Kunden eine Erhöhung erspart, wenn sie auf das e-Ticket umsteigen.

Über 22.000 Kilometer Erfahrung konnten16. Juni 2016_Bilanzpressekon_Stadtwerke_1244 die Stadtwerke mit den Elektrobussen sammeln. „Es gab in der Vergangenheit leider auch DSC09627erhebliche Probleme mit den eingesetzten Ladestationen an den Haltestellen. Durch ein neues, auch in anderen Städten erprobtes System, sollen diese „Stolpersteine“ verschwinden und den Regelbetrieb auf der Linie 14 nun ermöglichen. Die Elektrobus-Flotte wird im Jahr 2017 voraussichtlich durch zwei weitere Elektrobusse mit Brennstoffzelle und Wasserstoff-Tank erweitert. Getankt wird dann am Standort der Westfalen AG“, berichtete Dr. Dirk Wernicke, als technischer Direktor der Stadtwerke Münster.

DSC09633Auch wenn der Schritt mit dem e-Ticket der Stadtwerke Münster in eine vernünftige Zukunft weist, sind die Beförderungspreise deutlich zu hoch, erklären viele Fahrgäste. Das ist nicht nur eine Wahrnehmung in Münster und auch nicht von den hiesigen Stadtwerken zu verantworten. Vielmehr betrifft diese Situation fast das gesamte Bundesgebiet. Im Ausland wurde bereits begriffen wie sehr sich ein kostengünstiges ÖPNV-System auf die Entwicklung von erweiterten Lebensräumen, Wirtschaft und Verkehr auswirkt.