Vergessenen Adelsbauten: Gut des Bischofs

Ein spannender Themenabend erwartet die Gäste am kommenden Donnerstag (23. Juni), im Stadtarchiv. Viele Spuren, die der Adel rund um die Altstadt Münsters mit seinen Höfen, Gütern und auch Kirchen hinterließ, sind im Laufe der Jahrhunderte verblasst oder gänzlich verschwunden. Der Themenabend des Stadtarchivs holt sie zurück ins Gedächtnis. Wie das geschichtsträchtige Haus Geist. Heute steht auf seinem Grund am Düesbergweg das Clemenshospital.

Die Gutsursprünge reichen sehr weit zurück. Erster Besitzer des Anwesens in der gleichnamigen Bauerschaft war das Domkapitel, das seinen Domdechanten die ertragreiche Hofstelle als Lehen überließ. Später war das Haus bis 1624 im Eigentum der Familie Bischopinck. Bis zum Bau des Krankenhauses Ende der 1950er Jahre, sollten viele weitere Eigentümer folgen. Referent Fritz von Poblotzki führt beim Themenabend durch diese wechselvollen Etappen aus der Bau- und Nutzungsgeschichte. Er erinnert an Minister Franz von Fürstenberg, der im 18. Jahrhundert das Wohnhaus neu errichten ließ. An die Familie des Oberpräsidenten von Düesberg, die später dort lebte. Oder an die Jahre als die Westfalia-Brauerei auf dem Gut ihren Sitz hatte.

Ganz verschwunden ist Haus Geist indes nicht. Gemälde und Zeichnungen überliefern bis heute seinen schönen Anblick. Auch sind historische Dokumente aus den Gutsbeständen schon seit einer Schenkung 1936 in den Magazinen des Stadtarchivs.

Der Themenabend zeigt neben Haus Geist in anschaulichen Abbildungen weitere Landsitze, Güter oder Kirchen, die von Adeligen oder Erbmännerfamilien gebaut wurden. Auch die Herkunft von Mühlen und Begräbnisplätzen in den Stadtteilen Münsters werden Thema sein

Info: Themenabend im Stadtarchiv am Donnerstag, 23. Juni, 18 Uhr, An den Speichern 8. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird wegen begrenzter Plätze gebeten: per E-Mail archiv@stadt-muenster.de oder am Telefon 02 51/4 92-47 08.