Was Kinder wirklich essen wollen

In den frühen Jahren des zwanzigsten Jahrhundert hat man mit Geschichten vom Suppenkasper Kindern klargemacht, wer nicht sein Essen aufisst, der wird bestraft. Dann ging man auf die Kinder ein und fand heraus, dass Kinder nur Burger mögen.

Heute heißt es “Kinder mögen kein Gemüse”, “Ohne Fleisch wird man nicht satt”. Obwohl Studien das Gegenteil belegen, sind solche Vorurteile immer noch im Umlauf. Doch was bedeutet das für die Praxis der Schulverpflegung, die in Münster allein in städtischen Schulen und Kitas täglich 9500 Mittagessen ausgibt? Das ist Thema eines Workshops, zu dem am 30. Juni alle ins Stadtweinhaus eingeladen sind, die mit der Verpflegung in Schulen und Kitas zu tun haben.

Das Amt für Gesundheit, Veterinär- und Lebensmittelangelegenheiten wendet sich damit an Kita- und Schulleitungen, Lehr- und Erziehungskräfte, Beschäftigte und Leitungen von Küchen und an Träger von Einrichtungen. Was brauchen Kinder auf dem Teller und was schmeckt ihnen? Wie kann ein attraktives, zeitgemäßes Essensangebot geschaffen werden? Wie funktioniert “Bio” in der Praxis? Solche Themen stehen auf dem Vortragsprogramm. Außerdem bleibt in dem fünfstündigen Workshop Zeit für Erfahrungsaustausch und eine Ideenschmiede.

Kooperationspartner sind das in der Gemeinschaftsverpflegung erfahrene Beratungsunternehmen A´verdis und die Vernetzungsstelle Schulverpflegung NRW. Interessierte melden sich möglichst bis zum 20. Juni im Gesundheitsamt an (Teilnahme kostenfrei). Kontakt und Anmeldung: schulverpflegung@stadt-muenster.de