Westfalen wohnen günstiger

Es ist allgemein bekannt, im Süden ist es teurer. Vergleicht man die Immobilienpreise von München mit Hamburg, dann sind die Preise in Hamburg die reinsten Schnäppchen. Aber auch in Nordrhein-Westfalen gilt diese geografische Besonderheit. Im Süden ist es teurer als im Norden.

321.000 Euro kostet ein neues Eigenheim im Rheinland, 256.000 Euro und damit rund 20 Prozent weniger sind es in Westfalen. Bei den gebrauchten Eigenheimen beträgt der Unterschied sogar mehr als 25 Prozent. Das ergibt die Auswertung der LBS-Studie „Markt für Wohnimmobilien 2016“. Das Ruhrgebiet wurde dabei jeweils herausgerechnet.

Ein ähnliches Bild ergibt sich auch für die anderen Immobilienarten. Für erschlossenes Bauland zahlen die Rheinländer 220 Euro pro Quadratmeter, in Westfalen sind es nur 135 Euro. „Der Platzmangel in den großen Metropolen an Rhein und Ruhr treibt dort den Durchschnitt deutlich nach oben“, sagt LBS-West-Chef Jörg Münning. Das zeigt sich auch bei den Mehrfamilienhäusern. Eine gebrauchte 80-Quadratmeter-Eigentumswohnung ist in Westfalen knapp 21.000 Euro günstiger, im Neubau sind es sogar 24.000 Euro.

Ist das nicht schön? Leider nicht ganz. Natürlich gibt es da “eine” Ausnahme. Münsters Preise für Eigentumswohnungen können mit allen Metropolen konkurrieren. Wir liegen an vierter Stelle bundesweit mit 4.500 Euro pro Quadratmeter. Doch ein kleiner Lichtblick ist vorhanden. Bei Eigenheimen ist der Markt noch nicht so “heiß”. Hier kann man noch “normale” Preise erreichen.