Bildung braucht entsprechende Hardware

In Münster und vielen Kommunen im Münsterland sind Ausgaben für Bildungszwecke ebenso schmerzlich zu verkraften wie in anderen Orten in NRW. Da kommen kurz vor der Sommerpause immer mehr gute Nachrichten aus dem Landtag. „Das Milliarden-Investitionsprogramm von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft bringt Schwung in die verstaubte Schullandschaft. „In den kommenden vier Jahren werden insgesamt zwei Milliarden Euro bereitgestellt, um Schulen zu sanieren und optimal auszustatten“, begrüßen die Landtagsabgeordneten Svenja Schulze und Thomas Marquardt die Initiative der Ministerpräsidentin. Die beiden Münsteraner freuen sich für ihre Heimat und fügen hinzu, „Auch für unsere Stadt bietet das Programm die große Chance, sich daran zu beteiligen.“

Ratsfrau Doris Feldmann sieht in dem Landesprogramm einen wichtigen Impuls, „Wir brauchen jetzt zügig ein Konzept, das wir im Herbst beschließen können, damit Münster von Anfang an von den Landesmitteln profitieren kann“. Auch Schulze und Marquardt sind überzeugt, dass die Stadt als Schulträger die Sommerzeit nutzen sollte, um Projekte und

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Gute Nachrichten vor der politischen Sommerpause. Thomas Marquardt, Heidi Auf der Landwehr und Hannelore Kraft im Sommergespräch.

Konzepte vorzubereiten: „Dann können zum 1. Januar bereits die ersten Mittel nach Münster fließen.“

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat das Programm „Gute Schule 2020“ vorgestellt. Es sieht für die kommenden vier Jahre jeweils 500 Millionen Euro vor, die von der NRW.Bank zinsfrei zur Verfügung gestellt werden. Die Tilgungszahlungen wird das Land übernehmen. Die konkreten Konditionen für das Programm werden in der Sommerpause erarbeitet. Mit dem Geld können die Kommunen ihre Schulen renovieren, beispielsweise neue Fenster oder Sanitäranlagen einbauen oder auch die Klassenzimmer mit WLAN ausstatten. „Wir wollen die beste Bildung für alle“, erklären die SPD Politiker Schulze, Marquardt und Feldmann aus Münster einmütig.