In Münster stieg die Geburtenzahl um 7,4 Prozent

Die Deutschen sterben aus; anscheinend etwas langsamer. Obwohl die Welt immer komplexer wird, müssen sich die Bewohner in NRW soweit wohlfühlen, dass ihnen das Kinderkriegen wieder Spaß macht.

Im Jahr 2015 wurden in Nordrhein-Westfalen 160 468 Kinder geboren; das waren 3,5 Prozent mehr als 2014. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, war die Geburtenzahl damit so hoch wie seit 13 Jahren nicht mehr (2002: 163 434). Die Zahl der Gestorbenen war im vergangenen Jahr dagegen mit 204 352 um 5,9 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Wie in den Vorjahren gab es auch 2015 wieder mehr weibliche (105 471) als männliche (98 881) Gestorbene.

Bei der Betrachtung der Entwicklung in den Regionen des Landes zeigt sich, dass im Jahr 2015 nur in fünf von 53 kreisfreien Städten und Kreisen (einschließlich Städteregion Aachen) weniger Kinder geboren wurden als 2014. Den höchsten Anstieg der Geburtenzahl im Vergleich zum Vorjahr gab es in der kreisfreien Stadt Solingen (+10,0 Prozent). Münster konnte 2015 immerhin 3 134 “Neubürger” begrüßen und erzielte damit eine Steigerung von 7,4 Prozent zum Vorjahr. Das Schlusslicht bildete der Kreis Coesfeld mit einem Rückgang um 0,5 Prozent der Geburten. Das Durchschnittsalter der Frauen bei der Geburt ihres ersten Kindes lag bei 29,5 Jahren. 3 086 Frauen brachten im letzten Jahr 6 227 Mehrlingskinder (davon 3 032 Zwillings-, 53 Drillingsgeburten und eine Vierlingsgeburt) zur Welt.

Die Zahl der Gestorbenen war im Jahr 2015 in 52 Regionen Nordrhein-Westfalens höher als im Vorjahr; lediglich in der Stadt Herne (-1,1 Prozent) sind weniger Menschen gestorben als ein Jahr zuvor. Den höchsten Anstieg ermittelten die Statistiker für den Hochsauerlandkreis (+13,9 Prozent).