Weniger Umsatz in NRW

Während bisher stets positive Zahlen von der heimischen Wirtschaft und vom regionalen Arbeitsmarkt kommen, übermittelt die IT.NRW zurzeit “negative”.

Die nordrhein-westfälischen Industriebetriebe erwirtschafteten im ersten Halbjahr 2016 einen Umsatz von 150,6 Milliarden Euro, das waren 0,8 Prozent weniger als von Januar bis Juni des Vorjahres. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, fiel der Rückgang bei den Inlandsumsätzen (-1,1 Prozent) höher als im Auslandsgeschäft (-0,4 Prozent).

Den größten Anteil am Gesamtumsatz hatte im ersten Halbjahr 2016 der Maschinenbau mit 19,8 Milliarden Euro Umsatz (-2,6 Prozent gegenüber 2015), gefolgt von der Chemischen Industrie (19,6 Milliarden Euro; -7,7 Prozent) und dem Automobilbau (17,3 Milliarden Euro; +10,7 Prozent). Weitere bedeutende Wirtschaftszweige im Land waren die Metallerzeugung und -bearbeitung (17,2 Milliarden Euro; -11,1 Prozent), die Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln (14,6 Milliarden Euro; +1,5 Prozent) sowie die Herstellung von Metallerzeugnissen (13,6 Milliarden Euro; +1,2 Prozent).

Im Durchschnitt der ersten sechs Monate dieses Jahres beschäftigten die 5 130 erfassten Industriebetriebe in Nordrhein-Westfalen zusammen 1 058 149 Personen; das waren 2 694 weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Beschäftigungsstärkste Branche war – wie bereits im ersten Halbjahr 2015 – der Maschinenbau mit 177 976 Personen (3 977 Beschäftigte weniger als im Monatsdurchschnitt des ersten Halbjahres 2015). 138 690 Personen (+954) waren im Bereich der Herstellung von Metallerzeugnissen und 102 654 (-1 596) in der Metallerzeugung und -bearbeitung tätig.

Die Angaben beziehen sich auf Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes und des Bergbaus sowie der Gewinnung von Steinen und Erden mit 50 oder mehr tätigen Personen. Kleinere Betriebe (ab 20 Beschäftigte) werden nur einmal jährlich befragt.