Ausstellung – Heute nur für wenige Stunden

In der Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB) liegt ein wahrer Schatz mittelniederländischer Literatur: die Dycksche Handschrift aus dem 14. Jahrhundert. Überliefert sind darin die gereimte Wikipedia des Mittelalters, “Der naturen bloeme” von Jacob van Maerlant, und “Van den vos Reynaerde”, der Vorläufer des in Deutschland bekannten Reineke Fuchs. Für die Öffentlichkeit sind alte Handschriften aufgrund ihrer Anfälligkeit nur schwer zugänglich. Am heutigen Dienstag, 18. Oktober, wird die Dycksche Handschrift jedoch für wenige Stunden aus dem Archiv geholt und ausgestellt. Beginn der von Lesungen flankierten Ausstellung ist um 19.30 Uhr in der Galerie der ULB, Krummer Timpen 3, Münster.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. – Der Eintritt ist frei.

Gäste können die mittelniederländische Literatur an diesem Abend optisch und akustisch erleben. Auf dem Programm stehen drei Lesungen zu der Handschrift und den darin überlieferten Texten sowie zu deutschen Übersetzungen anderer mittelniederländischer Literaturdenkmäler. Die Referentinnen und Referenten sind Prof. Amand Berteloot (Universität Münster), Prof. Carla Dauven-van Knippenberg (Universiteit van Amsterdam) und Prof. Eef Overgaauw (Staatsbibliothek zu Berlin). Zudem kann das Publikum einigen mittelniederländischen Versen im Original lauschen und so in die Welt des zeitgenössischen Zuhörers eintauchen.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen der ULB und dem Institut für Niederländische Philologie der Universität Münster (INP). Sie ist Teil des Rahmenprogramms des INP zum Ehrengastauftritt Flanderns und der Niederlande bei der diesjährigen Frankfurter Buchmesse, die vom 19. bis 23. Oktober stattfindet.
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Bild: Symbolbild