Rückstausicherungen eine sichere Sache

Der Sommer 2014 ist uns im Gedächtnis geblieben. Überschwemmungen auf den Straßen und in den Kellern. Gerade die Letzteren hätten nicht so schlimm ausfallen müssen. Für überschwemmte Keller gibt es eine “Versicherung”. Eine wirksame Methode, sich gegen eine Überflutung des Kellers durch einen Rückstau aus der Kanalisation zu schützen, ist der Einbau einer Rückstausicherung, nach dem Motto „Einmal eingebaut, dauerhaft geschützt“.

Rückstausicherungen sind nach der Entwässerungssatzung der Stadt Münster und den technischen DIN-Vorschriften zwingend erforderlich, wenn das Abwasser aus “Entwässerungsgegenständen” in Keller oder Souterrainwohnung (Waschmaschine, Spülbecken oder Kellerlichtschacht) unterhalb der so genannten Rückstauebene der städtischen Kanalisation zugeleitet werden muss. Die Rückstauebene ist in der Regel die Oberkante der Straße im Bereich des Grundstückes.

Wenn der Keller nur als Abstellraum genutzt wird, ist eine Rückstauklappe als Rückstauschutz zumeist ausreichend. Sobald jedoch Waschmaschinen, Werkräume, Heizungsanlagen oder etwa Heizöltanks im Keller genutzt werden und bei einer Überflutung ein hoher Schaden zu erwarten ist, ist eine so genannte Abwasserhebeanlage zwingend erforderlich, lautet der Rat der Abwasserprofis im Tiefbauamt.

Diese Zusammenhänge erläutert auch ein Animationsfilm auf der Homepage des Tiefbauamtes (www.muenster.de/tiefbauamt/) unter den Stichworten „Abwasser / Rückstau“. Fachleute des Tiefbauamtes informieren betroffene Hauseigentümer oder Mieter über die Notwendigkeit von Rückstausicherungen auch persönlich vor Ort. Beratungstermine können telefonisch (02 51/ 4 92-66 41) oder per E-Mail (grundstuecksentwaesserung@stadt-muenster.de) angefragt werden.