Kindheitsgeschichte Jesu

In der Kunst des Mittelalters und der Renaissance waren Abbildungen des „Johannesknaben“ mit der Heiligen Familie sehr beliebt. Damit war der junge Johannes der Täufer gemeint, der das Kleinkind Jesus besucht.

Aber nicht nur die Kindheitsgeschichte des Johannes war für die Christen interessant, sondern auch die des Jesuskindes. Auf einem Elfenbeintäfelchen aus der Sammlung des Stadtmuseums, das im 18. Jahrhundert angefertigt wurde, kniet der mit einem Fell gekleidete Johannes vor dem Jesuskind, das mit Hilfe seiner Mutter Maria laufen lernt. Die Bibel erwähnt das Zusammensein beider Familien nicht, doch verschiedene Legenden schmückten das Leben Jesu und Johannes des Täufers entsprechend aus. Diese und weitere Darstellungen aus der Kindheitsgeschichte Jesu können sich Interessierte nicht nur zur Weihnachtszeit im ersten Obergeschoss des Stadtmuseums anschauen.