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Treffen der Oberbürgermeister Europas in Rom

An diesem Wochenende treffen sich die Oberbürgermeister, auf Einladung des Vatikans, zu einem Austausch über die derzeitige Flüchtlingssituation. Worum es bei dem Besuch mit Audienz beim Pabst geht, und worüber Markus Lewe in Rom sprechen wird, erklärt er uns vorab. Es geht Markus Lewe vor allem darum, wie man ein Klima schafft, das es zulässt, denjenigen die herkommen und Zuflucht suchen, auch Geborgenheit zu geben.

Herr Lewe, wie kann man eigentlich erfolgreiche Integration leisten?

„Das ist nicht mal eben einfach so gemacht, sondern basiert auf einer ganzen Reihe von Faktoren. Zum einen ist da der Städtebau gefragt, der mit der Stadtplanung auch genügend Begegnungsorte schaffen soll. Dazu gehören auch Plätze, Kitas, Parks und Cafe´s, an denen sich Menschen unterschiedlichster Herkunft treffen können, damit sich dadurch auch Freundschaften entwickeln können. Um gemeinsam vernünftig miteinander zu leben, muss man sich wohlfühlen können. Mehrgenerationen gehören in neuen Bauprojekten ebenso dazu, wie zum Beispiel Hinterhöfe als Orte der Kommunikation,

Das haben in den letzten 12 Jahren schon die dezentralen Strukturen gezeigt, die in der Stadt Münster geplant wurden und mit großem Erfolg angenommen wurden. Sie wurden in Münster nicht einfach nur geduldet, sondern es braucht ein aktives dazu beitragen in der Bevölkerung. Das ist gelebte Integration von Anfang an. Besonders die große Gruppe der rund 40% junger Flüchtlinge brauchen besondere Aufmerksamkeit in Sachen Bildung. Dieser Integrationsteil ist von erheblicher Bedeutung, wenn es gelingen soll, ein vernünftiges Miteinander zu schaffen.

Wir müssen die Stadtteilkultur weiter fördern, Kultur und Sport sind dabei wichtige Faktoren. So erfahren alle Menschen die Vielfalt als Reichtum.

Und ein weiterer wichtiger Punkt für Münster, der Stadt des Westfälischen Friedens, ist der Weg zu einem globalen Zentrum für interreligiöse Dialoge. Religionsgemeinschaften zu verbinden und zu befreunden hat in Münster Kultur und funktioniert seit vielen Jahren.“