Tagesarchive: 4. Januar 2017

Sanierungsstart am Stadthaus in vier Abschnitten

Lüftungen mit Kurbelantrieb, Sicherungsverteiler aus Bakelit, meterdicke Wände oder ein nostalgischer Schalter für die Ausgabe von Wertmarken – spätestens beim Gang durch die verzweigten Kellergänge ist man mittendrin in den 1950er Jahren. Bausubstanz und technische Infrastruktur des Stadthauses 1 haben ihre Lebensdauer längst erreicht – nicht nur in den unterirdischen Katakomben. In diesen Tagen nun beginnt die Grundsanierung des zwischen 1956 und 1960 gebauten Verwaltungsgebäudes.

Noch nie wurde der unter Denkmalschutz stehende Baukomplex mit Hochhaus und seinen fünf Bauteilen zwischen Syndikatplatz, Prinzipalmarkt, Heinrich-Brüning-Straße und Klemensstraße in seinem Inneren saniert. Vier Jahre sind dafür angesetzt, in vier Bauabschnitten bis Frühjahr 2021 wird das Haus zeitgemäß und mit seinen Serviceleistungen für Bürger moderner aufgestellt.

Stadtrat Matthias Peck: „Wir erneuern auf ganzer Linie die Haustechnik. Ganz oben auf der Liste steht der Austausch von maroden Elektroleitungen, eine neue Wasserversorgung, Heizungstechnik, leistungsfähige Datenleitungen und neue Aufzüge.“ Besonderes Augenmerk gelte der Sicherheit: „Wir investieren in den Brandschutz und in die Betriebssicherheit des Hauses – für seine rund 600 Mitarbeitenden wie für täglich 500 bis 600 Besucherinnen und Besucher des Hauses “, so der Beigeordnete für Immobilien und Nachhaltigkeit. Insgesamt investiert die Stadt 38,5 Millionen Euro in die Sanierung, in Umbauten und in optimierte Bürostandards.

Seit Monaten laufen die Vorbereitungen. So hat allein das Stadtarchiv 4500 Meter Akten aus den Kellern des Stadthauses bewertet, 500 Aktenmeter anschließend zur Vernichtung frei gegeben. Transporte von 4000 Aktenmetern in das städtische Depot an den Speichern wurden organisiert und 2000 Aktenmeter auf Dauer in den Stadtarchiv-Bestand übernommen.

Derweil ist im Stadthaus sechs Meter unter der Erde die Kellerräumung auf 5500 Quadratmetern in vollem Gang. Der Ausbau von Schränken, Türen, Teppichen und Heizkörpern schließt sich in den zwei- bis dreigeschossigen Gebäudeteilen zum Syndikatplatz und Platz des Westfälischen Friedens (Bauteile B, C und der gläserne Durchgang zum Stadtweinhaus) bis Mitte Februar an. Mit dem Absenken eines Teils der Gebäudedecke wird zukünftig dieser Trakt auch barrierefrei erschlossen. Die öffentliche Toilette im Erdgeschoss steht ab sofort für ein Jahr hingegen nicht mehr zur Verfügung.

Anwohner sind informiert

„Anwohner und Geschäftsleitungen im Umfeld der Baustelle haben wir bereits über den Start und Ablauf der Bauarbeiten informiert und um Verständnis für mögliche Beeinträchtigungen gebeten“, so die Projektleiter Siegfried Methner vom Amt für Immobilienmanagement und Daniel Bracht vom Personal- und Organisationsamt. Eingerichtet wird die Baustelle auf dem Syndikatplatz. Auf dieser Fläche stehen die Baucontainer und von dort aus erfolgen über die Heinrich-Brüning-Straße auch die täglichen Materialtransporte. Zum Jahresende 2017, so die Zeitpläne, soll der erste Bauabschnitt saniert sein. Ab 2018 geht es mit dem 41 Meter hohen Hochhausturm weiter.

Der Weihnachtsmarkt indes bleibt von allem unberührt: Rechtzeitig zum Aufbau Ende November macht die Baustelle wieder Lichterhimmel und Ständen Platz.

Tagesaktuelle Meldungen der Polizei vom 04.01.2017

****************************** Münster ———————- ———————- Münster ———————- Autofahrer übersieht Radfahrer an der Hammer Straße Ein 29-jähriger Opel-Fahrer hat am Mittwochmittag (04.01., 12.00 Uhr) an der Einmündung Hammer Straße Ecke Düesbergweg einen gleichalten Radfahrer beim Abbiegen übersehen und diesen leicht verletzt. Der … weiterlesen

Zukunft der Jazz-Szene im Fokus

Über die Verbindung von Jazz und Kulturpolitik diskutieren 30 Fachleute im Vorfeld des Internationalen Jazzfestivals Münster. Sie treffen sich zur Radio Jazz Research Tagung am 5. und 6. Januar im Festivalhotel, dem Parkhotel Hohenfeld. Die Vereinigung aus Wissenschaftlern, Journalisten, Autoren … weiterlesen

Frost in der Biotonne

Minusgrade lassen in diesen Tagen vor allem feuchte Bioabfälle in den Abfalltonnen festfrieren. Ein vollständiges Leeren ist dann durch die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) oft nicht möglich. Damit die Leerung gelingt, geben die AWM einige Tipps. So verhindern Eierkartons oder zerknülltes … weiterlesen

Sechs Tonnen Abfall

Insgesamt rund sechs Tonnen Böller- und Raketenreste sowie Glasscherben haben die Teams der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) nach den Silvesterfeierlichkeiten an stark frequentierten Plätzen in der Innenstadt eingesammelt. Längst nicht so viel wie noch 2016: „Im letzten Jahr wurde mit neun … weiterlesen