Kellerbrand in Mehrfamilienhaus

In der Nacht vom Donnerstag auf Freitag, den 06.01.2017, kam es an der Dammstraße zu einem Kellerbrand, bei dem sechs Personen leichte Rauchgasintoxikationen erlitten und insgesamt 16 Personen, 11 davon über eine Kraftfahrdrehleiter, gerettet werden mussten.

Um 01:04 Uhr gingen mehrere Anrufe bei der Leitstelle der Feuerwehr Münster ein. Die Anrufer meldeten eine starke Rauchentwicklung in einem Treppenraum in einem Mehrfamilienhaus.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte machten sich mehrere Personen auf Balkonen bemerkbar, die ihre Wohnungen aufgrund einer starken Rauchentwicklung im Treppenraum nicht verlassen konnten. Der Rauch breitete sich bereits auf einige Wohnungen aus. Auch der Keller und der Treppenraum eines Nachbargebäudes verrauchten zunehmend. Aufgrund der großen Anzahl von zu rettenden Personen und der ungünstigen baulichen Gebäudestruktur, wurde ein erweitertet Alarm ausgelöst.

Aus dem Mehrfamilienhaus wurden 16 Personen gerettet, 11 davon über eine Drehleiter. Auch das benachbarte Wohngebäude wurde komplett evakuiert, da die Rauchausbreitung im dem Treppenraum zunächst zunahm. Somit wurden insgesamt 40 Personen evakuiert.

Die Bewohner wurden von dem Rettungsdienst gesichtet. Sechs Personen, darunter zwei Kinder, wurden mit dem Verdacht auf leichte Rauchgasintoxikationen in umliegende Krankenhäuser transportiert. Die unverletzten Personen wurden in einem angeforderten Linienbus der Stadtwerke Münster durch den ASB Münster betreut. Da das betroffene Gebäude aufgrund des Brandereignisses zunächst unbewohnbar ist, wurden zwei Personen, welche in der Nacht keine private Unterkunft organisieren konnten, durch den ASB Münster in einem Hotel untergebracht.

Zur Menschenrettung und Brandbekämpfung im Gebäude gingen zeitgleich zwei Feuerwehr-Trupps unter schweren Atemschutz im Gebäude vor. Durch die gezielte Brandbekämpfung konnte eine weitere Brandausbreitung verhindert werden. Zudem wurde zeitnah der verrauchte Bereich mit einem Hochleistungslüfter entraucht.

Aufgrund der Witterungslage musste nach den Einsatzmaßnahmen das gefrorene Löschwasser auf dem Gehweg durch die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster abgestreut werden.

Zweieinhalb Stunden später konnten die Einsatzkräfte nach geglückter Arbeit wieder Abrücken.

Die Ermittlungen zur Brandursache führt die Polizei.