Runder Tisch Windthorststraße – Presse nicht erwünscht

Früh genug hatten wir im Oberbürgermeisterbüro und dem Presseamt, die einen Runden Tisch zum Thema Windthorststraße planten, über die Teilnahme zur neutralen Berichterstattung durch Medienvertreter nachgefragt. Doch die Arbeitsgruppe wollte offensichtlich unter sich bleiben, warum wohl?

Vom Presseamt bekamen wir nun eine Pressemitteilung, die wir ohne Wertung jetzt weitergeben.


Mehr sicht- und erfahrbare Aufenthaltsqualität, weniger vernachlässigte Ecken und schlecht beleuchtete Innenhöfe, höhere erkennbare und unsichtbare Präsenz von Polizei und Ordnungsamt: Ein Bündel von Maßnahmen wird dafür sorgen, dass die Windthorststraße wieder als das wahrgenommen wird, was sie tatsächlich ist – Willkommensmeile für Besucher und Hauptschlagader für den Fußgänger- und Fahrradverkehr. Stadt und Polizei, Anwohner, Dienstleister, Gewerbetreibende, IHK und die Immobilien- und Standortgemeinschaft Bahnhofsviertel (ISG) haben dafür gemeinsam die Weichen gestellt. Sie trafen sich auf Einladung von Oberbürgermeister Markus Lewe im Stadtweinhaus zu einem Runden Tisch.

“Um den Bahnhof verändert sich zurzeit so viel wie seit Kriegsende nicht”, stellte der Oberbürgermeister fest: ein neuer Bahnhof, mehrere neue Hotels, große Wohnungs- und Geschäfts-Neubauprojekte. Mit den Baustellen verschwinden städtebauliche Nischen für sogenannte Randgruppen, Manches muss sich neu sortieren, auch in der Windthorststraße sind die Begleiterscheinungen der Umbruchsituation erfahrbar. Dazu gehören Gruppen von Punkern, die Tag für Tag lautstark und offensiv bettelnd auftreten. Insbesondere ältere Frauen, aber nicht nur diese, sind verunsichert und verängstigt. “Das gilt es ernst zu nehmen, auch wenn die Kriminalität in diesem Bereich tatsächlich nicht höher als anderswo in der Stadt ist”, sagte Polizeipräsident Hajo Kuhlisch.

Münster hat wie jede andere Großstadt nichtangepasste Gruppen und Münster wird wie bisher mit ihnen leben, war man sich am Runden Tisch einig. Gespräche, Überzeugungsarbeit, höherer Kontrolldruck, Unterbinden von Verunreinigungen und aggressivem Anbetteln werden dafür sorgen, dass die Windthorststraße von dem unverhältnismäßig großen “Gruppendruck” entlastet wird. Wer bisher als Passant, Geschäftskunde, Veranstaltungs- oder Gaststättenbesucher die Straße genutzt hat, soll das weiter ohne mulmiges Gefühl tun.
Die ISG spricht Eigentümer und Gewerbetreibende an, damit ungenügend ausgeleuchtete Stellen verschwinden. Zu den Skulptur-Projekten erhält der Bereich einen attraktiven Infopunkt, der viele tausend Gäste anziehen wird. Ohnehin wird die Windthorststraße mit Eröffnung des neuen Bahnhofs viel stärker als Stadt-Entree wahrgenommen werden. Dazu passt, dass “Münster e.V.”, Initiative starke Innenstadt und die Stadt bereits an der gestalterischen und baulichen Aufwertung von Münsters Willkommensmeile arbeiten.