Wie man sich vor Grippe schützt

Es ist wieder Grippezeit. Früher als im letzten Jahr, deutlich mehr Erkrankungsfälle und volle Krankenhäuser: So kann man die aktuelle Situation der Grippewelle in Münster beschreiben. Wer im Herbst geimpft wurde hat jetzt gute Karten. Aber auch alle anderen können durch hygienisches Verhalten wesentlich dazu beitragen, dass die Infektionswelle glimpflich verläuft.

Mehrmals täglich Händewaschen mit Seife, Niesen und Husten in die Ellenbeuge statt in die offene Hand, dazu das regelmäßige Lüften von Gruppen- und Klassenräumen. “Diese einfachen Regeln machen es Grippeviren schwer, sich rasch und ungezügelt auszubreiten”, sagt Dr. Norbert Schulze Kalthoff, Leiter der städtischen Gesundheitsbehörde.

Waren es im Dezember gerade einmal elf Erkrankungsfälle, so hat das Amt für Gesundheit-, Veterinär- und Lebensmittelangelegenheiten bereits in den ersten fünf Februartagen 33 Grippemeldungen erhalten. “Darunter sind viele Kinder, aber auch Senioren”, stellt Jutta Fiege von der Infektionsschutzabteilung des Amtes fest. Ist die Grippewelle erst einmal in Fahrt, können Impfungen nur noch wenig ausrichten. “Für den Einzelnen kann eine Impfung allerdings auch jetzt noch Sinn machen”, so Schulze Kalthoff. “Aber die Ausbreitungswelle lässt sich zu einem so späten Zeitpunkt allein durch Impfungen kaum noch verlangsamen”, so der Amtsleiter weiter.

Umso wichtiger sind in dieser Situation die Empfehlungen des Gesundheitsamtes. “Als Schulärzte haben wir betriebsmedizinische Funktionen für Kitas und Schulen”, macht Dr. Axel Iseke, Kinder- und Jugendarzt und Gesundheitsplaner deutlich. “Heute (Montag, 6. Februar) haben wir alle Einrichtungen über die einfachen Regeln des Vorbeugens informiert”, so der Mediziner weiter: Hände waschen, ‘hygienisches’ Husten und Niesen sowie regelmäßiges Lüften der Gruppen- und Unterrichtsräume. Wenn diese einfachen Regeln befolgt werden, hat die Grippe kaum noch eine Chance, sich ungehindert auszubreiten.

Für die Verbreitung der Verhaltensregeln hat das Gesundheitsamt mit Bedacht den jetzigen Zeitpunkt gewählt. Denn bei Vorsorge gilt: Kommt man mit Empfehlungen zu früh, werden sie kaum beachtet, ist man zu spät, kann man nur noch wenig ausrichten. Klare Botschaft aus dem Gesundheitsamt: “Achten Sie auf Ihre persönliche Hygiene und meiden sie Menschansammlungen, wenn sie fieberhaft erkältet sind.” Für Kitas und Schulen hat die Stadt eine Hotline eingerichtet: 02 51/4 92- 54 88.