Verliert Großbritannien nicht nur die EU-Zugehörigkeit?

Im Jahr 2016 wurden in Nordrhein-Westfalen 27027 Personen eingebürgert und erhielten damit die deutsche Staatsangehörigkeit. Dies sind 1,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (2015: 26573). Damit ist die Zahl der Einbürgerungen erstmals seit dem Jahr 2012 (damals: 30 282) wieder gestiegen.

Im Jahr 2016 hatten die meisten der neuen deutschen Staatsbürger vor ihrer Einbürgerung die türkische Staatsangehörigkeit (5052 Personen; 18,7 Prozent). Es folgten Einbürgerungen von Personen mit vormals polnischem (1632; 6,0 Prozent) und kosovarischem (1283; 4,7 Prozent) Pass. Der höchste Anstieg der Zahl der Einbürgerungen war aber im Jahr 2016 bei den Briten zu verzeichnen: 684 Staatsangehörige des Vereinigten Königreichs ließen sich im vergangenen Jahr einbürgern. Damit hat sich deren Zahl gegenüber 2015 (132 Einbürgerungen) mehr als verfünffacht. Der Anteil der Einbürgerungen von Personen aus den EU Staaten lag bei 25,6 Prozent und der von Personen aus dem übrigen Europa (u. a. Kosovo, Russland, Türkei und Ukraine) bei 34,0 Prozent. Eine asiatische Staatsangehörigkeit besaßen vor der Einbürgerung 23,0 Prozent und eine afrikanische 13,8 Prozent der eingebürgerten Personen.

Nahezu zwei Drittel (65,7 Prozent) der in Nordrhein-Westfalen eingebürgerten Personen waren im Jahr 2016 zwischen zehn und 39 Jahren alt. Die 30 bis 39-Jährigen stellten mit etwa einem Viertel (25,8 Prozent) der Eingebürgerten den größten Anteil; es folgten die 20 bis 29-Jährigen mit 22,7 Prozent. Weitere 17,2 Prozent waren zwischen zehn und 19 Jahren alt.

Nahezu die Hälfte aller im Jahr 2016 Eingebürgerten (48,5 Prozent) lebte zum Zeitpunkt der Einbürgerung bereits seit mindestens 15 Jahren in Deutschland; weitere 39,0 Prozent konnten auf eine Aufenthaltsdauer von acht bis 14 Jahren zurückblicken.