Therapeutisches Reiten schon über 25 Jahren in Münster

Was 1995 im Husarenregiment in der York-Kaserne in Gremmendorf als Goodwill-Aktion begann, hat sich heute als inklusives Förderangebot etabliert: Das therapeutische Reiten. Kinder aus verschiedenen Schulen der Stadt werden damit über den Umgang mit Pferden in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt. Als die britischen Streitkräfte ihr Angebot nicht mehr aufrechterhalten konnten, sprangen das Amt für Schule und Weiterbildung, der Landessportbund und viele Förderer in die Bresche. So wurde der Einsatz von Pferden zu einem festen Bestandteil im pädagogischen Schulalltag.

Aktuell nutzen an die 250 Schülerinnen und Schüler aus 35 Schulen wöchentlich für 90 Minuten dieses außergewöhnliche inklusive Angebot, das durch die Einbindung von 16 Reitervereinen oder Reitbetrieben verteilt über das gesamte Stadtgebiet durchgeführt werden kann. Hierbei spielt die Finanzierung eine wesentliche Rolle: Die Sparkasse Münsterland Ost steuert als langjähriger Unterstützer aktuell erneut 10 000 Euro bei.

Im Reittherapiezentrum der Alexianer in Amelsbüren, in dem Kinder aus sechs Grundschulen unter fachkundiger Anleitung voltigieren können, überzeugte sich der Leiter des städtischen Amtes für Schule und Weiterbildung, Klaus Ehling, mit Frank Butzlaff, Sparkasse Münsterland Ost, vom Nutzen des Therapeutischen Reitens. Auch die Leiterin der Schulpsychologischen Beratungsstelle, Isabel Limmer, und Prof. Dr. Holger Domsch, Vorsitzender des Vereins zur Förderung Schulpsychologischer Arbeit e.V., waren begeistert. Reitlehrerin Martina Schuchhardt und Michael Sliwinski, Therapeutischer Leiter des Krankenhauses, zeigten mit den Kindern der Matthias-Claudius-Schule, Gut Insel, und Schulleiterin Rixa Borns, wie eine Reitstunde abläuft.