PRIMARKS 24 FILIALE

Der internationale Modehändler Primark, eröffnete gestern einen neuen Store in Münster. Mit der Eröffnung stieg die Anzahl an Primark-Stores auf 24 in Deutschland und 348 weltweit. Der neue Store erstreckt sich über drei Etagen auf über 4.900 m² und bietet die neuesten Trends an.

Mit der Eröffnung schafft Primark neue Arbeitsplätze in der Region – über 220 Personen wird der neue Store beschäftigen. Bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiter für den Store in Münster kooperierte Primark mit der lokalen Agentur für Arbeit. So konnten sich Interessenten bei Primark über ein Online-Portal bewerben und erhielten dabei Unterstützung von der Arbeitsagentur.

Wolfgang Krogmann, Geschäftsführer von Primark in Deutschland und Österreich, meint dazu: “Wir freuen uns sehr, einen Store in Münster zu eröffnen und sind dankbar über den Empfang, der uns hier bereitet wurde. Mit der Eröffnung unseres 24. Stores in Deutschland können wir nun auch in Münster und seiner Umgebung topaktuelle Mode zu erschwinglichen Preisen anzubieten.”

Das Design und der Aufbau des Stores basieren auf Primark’s aktuellem Einzelhandelskonzept. So verfügt der neue Primark in Münster über 35 Registrierkassen (einschließlich Rückgabe und Umtausch), 42 Ankleidekabinen und einen „Showroom“, in dem Freundesgruppen gemeinsam Kleidung anprobieren und sich vorführen können. Darüber hinaus gibt es im gesamten Store Zugang zu gratis WLAN sowie drei Sitzecken mit Ladestationen, die ein angenehmes und komfortables Einkaufserlebnis versprechen.

Die Mitarbeiter in den administrativen und operativen Bereichen kommen in den Genuss von offenen Flächen, die über moderne Ausstattung und Komforts wie ein ‘Recharge Café’ mit einem voll ausgestatteten Küchenbereich und hellem Dekor verfügen. Die Räumlichkeiten sind so gestaltet, dass sich die Mitarbeiter wie in einem zweiten Zuhause fühlen können.

Der irische Konzern steht beispielhaft für den „Fast Fashion“-Trend in der Modeindustrie: Neue Kollektionen werden in immer kürzer werdenden Abständen auf den Markt gebracht. Darunter leiden nicht nur die Näher*innen, die unter menschenunwürdigen Bedingungen zu Dumpinglöhnen arbeiten. Durch das Wegwerf-Konzept wird Mode auch zu einer immer stärkeren Umweltbelastung. Schon jetzt ist sie nach der Erdölindustrie auf Platz zwei der weltweit größten Umweltverschmutzer.

Primark steht in der Kritik wie kaum ein zweites Unternehmen.
Ein Bündnis verschiedener Vereine, Gruppen und Einzelpersonen hat zur gestrigen Eröffnung von PRIMARK versucht, über diese Konsequenzen aufklären, die ein Kauf bei PRIMARK hat, und den Shoppenden ressourcenschonende Alternativen vorgestellt.

HINTERGRUND
„Je mehr Kollektionen von Marktführern wie PRIMARK auf den Markt geworfen werden, desto schneller sind die aktuellen Trends auch wieder out. In der Fast Fashion Logik kann somit nicht nachhaltig und ressourcenschonend produziert werden. Die Kleidung wird quasi zum Wegwerfen produziert, da sie nur eine kurze Modesaison halten muss. PRIMARK verspricht seinen Kund/innen zudem unschlagbar billige Preise. Diese Entwertung der Kleidung führt in den Augen der Kritiker zu einer sich verschärfenden Wegwerfmentalität bei den oft sehr jungen Verbraucher/innen“, so Kirsten Clodius von der Christlichen Initiative Romero (CIR) für das Bündnis.

Am Aktionsbündnis „Fair Fashion statt Fast Fashion“ und dem Markt der Möglichkeiten beteiligten sich unter anderem folgende Organisationen:
BUND Jugend Münster | Christliche Initiative Romero e.V. (CIR) | Eine Welt Forum Münster | Eine Welt Netz NRW | grüne wiese – Sustainable Fashion Laden | ÖDP Münster| Open Globe Münster | SOS Kinderdörfer | Vamos e.V. | Pfarrer Peter Kossen, Katholische Kirche und viele weitere Einzelpersonen