Förderprogramm für Glaubenszeugnisse

Als Zeugnisse des Glaubens, der Volksfrömmigkeit und des Gedenkens prägen sie die Kulturlandschaft des Münsterlandes: Allein im Kreis Coesfeld gibt es über 300 Bildstöcke, Heiligenfiguren und Wegekreuze im Außenbereich, die vielfach unter Denkmalschutz stehen. Diese sollen als Teil des kulturellen Erbes erhalten bleiben: Mit einer möglichen finanziellen Zuwendung können Eigentümerinnen und Eigentümer beim Erhalt dieser Objekte unterstützt werden; Informationen dazu legt der Kreis Coesfeld nun in komprimierter Form vor.

„Zu dem Förderprogramm wurde eine Broschüre aufgelegt, der Interessierte nähere Informationen zur Förderhöhe, den Fördervoraussetzungen und dem Verfahrensweg entnehmen können“, berichtet Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, dem das Thema sehr am Herzen liegt.

Die Höhe der Förderung liegt bei 40 Prozent der Restaurierungskosten und kann bis zu 4.000 EUR pro Objekt betragen. Doch wie erhalten Eigentümerinnen und Eigentümer Zuschüsse für Restaurierungsmaßnahmen? Ein Antrag mit Objekt- und Eigentümerangaben ist bei der Denkmalbehörde der jeweiligen Stadt oder Gemeinde, in der das Objekt steht, einzureichen. Voraussetzung ist, dass sich das zu restaurierende Objekt im Außenbereich befindet, öffentlich einsehbar ist und die Kulturlandschaft prägt. Dem Antrag sind außerdem Angebote für die Restaurierungsmaßnahmen beizufügen. Die jeweilige Denkmalbehörde leitet diesen Antrag dann mit ihrer Einschätzung zur Förderfähigkeit – ggf. nach Rücksprache mit dem Denkmalpflegeamt beim LWL – an den Kreis Coesfeld weiter.

Liegt dann eine Förderzusage des Kreises Coesfeld vor, können der Auftrag für die Restaurierung erteilt und nach Abschluss der Maßnahme die Fördermittel unter Vorlage der Rechnung angefordert werden. Alles Weitere findet sich auf www.kreis-coesfeld.de (Rubrik „Bürgerservice“, Anliegen “Förderprogramm zum Erhalt von Bildstöcken, Heiligenfiguren und Wegekreuzen”). Dort stehen Flyer und Antragsvordruck zum Herunterladen bereit.