Kooperation bei großen Energiethemen

Umweltschutz, saubere Energie, der Klimawandel – diese Themen betreffen die ganze Welt. Vor zwei Jahren startete deshalb eine internationale Kooperation des Landes Nordrhein-Westfalen mit dem Bundesstaat Minnesota, in die auch Gemeinden und Hochschulen involviert sind, unter anderem die University of Minnesota und die FH Münster. „Dabei gibt es einen regen Austausch zwischen Wissenschaftlern, Politikern und Studierenden – denn wir wollen die erneuerbaren Energien und die E-Wende sowohl in Nordrhein-Westfalen als auch in Minnesota stärken“, erklärt Prof. Dr. Christof Wetter vom Fachbereich Energie – Gebäude – Umwelt, der die FH Münster bei diesem Projekt vertritt. Und genau solch ein Austausch stand für 22 Studierende der University of Minnesota zum Jahresbeginn an: Zwölf intensive Tage, gespickt mit Fachvorträgen, Besichtigungen und Workshops rund um das Thema erneuerbare Energien.

Ein Highlight war der Besuch des Fachbereichs Energie – Gebäude – Umwelt auf dem Steinfurter Campus der FH Münster. Die Gäste aus Minnesota studieren ebenfalls in diesen Bereichen und fanden es sehr spannend, wie praxisnah in den Laboren gelehrt wird und dass Studierende ihre Professoren schon während des eigenen Studiums bei deren Forschungsprojekten unterstützen. Da dauerte es nicht lange und die ersten zückten ihre Smartphones, um Aufbau und Utensilien der Labore oder einfach die eigene Fahrt auf dem Elektro-Moped festzuhalten. Denn neben der Besichtigung stand auch eine Stationen-Rallye auf dem Plan: Die Gruppen fuhren E-Bike oder im E-Auto mit, untersuchten Wasser auf seine Eigenschaften wie Härte oder nahmen am Kanalisationsmodell des Fachbereichs hydraulische Versuche vor.

„Der internationale Austausch ist für uns sehr, sehr wichtig“, bestätigt Dr. Sabine Engel von der University of Minnesota, Principal Investigator der Kooperation. Bereits im April wird die dritte FH-Studentin zum Institute of the Environment der University of Minnesota reisen und dort eine Praxisphase absolvieren. Das nächste Ziel sei, dass auch amerikanische Studierende nach Steinfurt kommen und hier lernen. Wetter: „So wachsen wir auf Hochschulebene international zusammen.“

Das komplette Programm in Deutschland stand unter dem Motto „Germany: Leading the Renewables Revolution“. In Düsseldorf besuchten die Studierenden für Einblicke und Fachvorträge den Landtag, das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz sowie das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie. Danach ging es für die US-Delegation ins Münsterland. Sie besichtigte die Radstation in Münster, sprach mit städtischen Vertretern und Unternehmen über Themen wie E-Busse und Recycling, sie besuchte die Klimakommune Saerbeck mit ihrer Heizzentrale und natürlich den Bioenergiepark.


Fotos: FH Münster