Der ASB geht in die Luft

Drohnen sind schon einige Jahre auf dem Vormarsch: ob zum privaten Vergnügen oder aber im professionellen Einsatz bei Fotografen oder in der Baubranche. Der Einsatz von Drohnen bei Polizei, Feuerwehr oder Hilfsorganisationen zur Aufklärung und Personensuche bildet leider immer noch vielerorts die Ausnahme, obwohl die Überwachungsflieger in vielen Bereichen unterstützen können.

Am kommenden Donnerstag, 17.05.2018, nimmt der Arbeiter-Samariter-Bund RV Münsterland eine Drohne in Empfang. Neben einer konventionellen Kamera mit starkem Zoom besitzt die Drohne eine spezielle Wärmebildkamera. Haupteinsatzgebiete der Drohne werden die Menschensuche und die Aufklärung bei Einsatzlagen z.B. bei Sanitätsdiensten und im Katastrophenschutz sein.

Das Thema Drohneneinsatz im Such- und Rettungsdienst war für den Arbeiter-Samariter-Bund so interessant, dass sich 2017 unter dem Vorstandsmitglied Ingo Schild eine Projektgruppe mit dem Ziel einer Machbarkeits- und Einsatzanalyse formierte. Neben dem Sammeln praktischer Erfahrungen und Flugstunden mit kleinen Drohen war es vor allem der Austausch mit befreundeten Regionalverbänden, welcher letztendlich zum positiven Entscheid für die Anschaffung einer Drohne führte.

Der Arbeiter-Samariter-Bund sieht als primäre Einsatzgebiete die Unterstützung der bereits vorhandenen Suchhundestaffeln sowie die Lageaufklärung auf Großveranstaltungen, bei Sanitätsdiensten und im Katastrophenschutz. Die nun georderte Drohne basiert auf dem Modell DJI Inspire 2 und übersteigt die technische Ausstattung normaler privater Drohnen. Eine Kamera mit speziellem Objektiv ermöglicht es, auch aus größerer Entfernung nahe an Einsatzorte heranzuzoomen. Eine Wärmebildkamera ermöglicht eine gezielte Suche nach vermissten Personen – auch bei Nacht.