Hochschule Osnabrück, FMO, Münster Journal

Moderne Ausbildung öffnet ungeahnte Möglichkeiten

Rund fünfundzwanzig Personen der Hochschule Osnabrück kamen am vergangenen Dienstag Hochschule Osnabrück, FMO, Münster Journalim Flugzeug-Hanger des Flughafens Münster – Osnabrück zusammen, um erstaunliches im Rahmen ihres Semesterprojekts zu berichten. Unter den Anwesenden befanden sich neben zwanzig Studierenden aus dem Fachbereich Maschinenbau / Produktentwicklung, (Leiter des Labors für Produktentwicklung) Professor Dr. Ing. Thomas Derhake und (Leiter des Studiengangs „Aircraft and Flight Engineering“ selbst auch Testpilot und Fluglehrer) Steffen Schrader.

Um es kurz vorweg zu nehmen, hier wird in einem praxisorientierten Studium unter besten realen Hochschule Osnabrück, FMO, Münster JournalBedingungen, die Pilotenausbildung durch neue wissenschaftliche Ergebnisse optimiert. So, wie es in einer Hochschule ohne den Flughafen-Partner nicht gelingen könnte. Nur ein Übungsflugzeug, würde nicht genügen. In den Studien sind Anordnung von Instrumenten, Bedienbarkeit, Wahrnehmung und Ablenkung im Cockpit sehr aufschlussreiche Erkenntnisse. Die Möglichkeiten der unterschiedlichen Räumlichkeiten des regionalen Flughafens, machen die Studienarbeit perfekt.

Hochschule Osnabrück, FMO, Münster Journal

(Leiter des Labors für Produktentwicklung / Hochschule Osnabrück) Professor Dr. Ing. Thomas Derhake

Die Crew um FMO-Chef Prof. Dr. Reiner Schwarze war selbst über den Umfang der wissenschaftlichen Leistung erstaunt und so fühlten sie sich geehrt, bei dieser zukunftsweisenden Forschung im Mittelpunkt des Geschehens dabei sein zu können. Und obwohl diese enorm wichtige Zusammenarbeit bereits 1998 gestartet wurde, gab es bis zu diesem Termin keine nennenswerten Presseveröffentlichungen.

Doch nun ist es an der Zeit, die teilweise antiquierten Vorstellungen der Berufsfelder aufzubrechen und neue spannende Möglichkeiten aufzuzeigen. „Oftmals liegen die verstaubten Ansichten der Berufsfelder auch an uns“, erklärt Professor Thomas Derhake,“ Woher sollen die jungen Menschen denn erfahren, wie sehr sich die Entwicklungen bei den Produktionsschritten geändert haben – Wir arbeiten viel zu oft in ´Closed Jobs´- Hinter verschlossenen Türen. Es ist wichtig die Türen für Interessierte zu öffnen, damit neues Interesse geweckt werden kann. Gern auch Landesgrenzen übergreifend.“.

Hochschule Osnabrück, FMO, Münster Journal

Erstflug-Pilotin(Anna Mistrieh) und Steffen Schrader (Leiter des Studiengangs „Aircraft and Flight Engineering“ selbst auch Testpilot und Fluglehrer).

Das Projekt setzt neue und hochmoderne Methoden in der Pilotenausbildung in den Fokus. Gearbeitet wird ganz im Gegensatz zur üblichen Methode, mit teilweise gänzlich unerfahrenen und ungeübten Piloten. An diesem Tag ist es die 21-jährige Anna Mistrieh, aus Osnabrück. Die bisher keine Flugstunde absolvierte. Sie bekam lediglich ein „Briefing“ vor dem Abflug. Die „Checks“ übernahm derweil der sie begleitende Fluglehrer Schrader.

Während des Fluges gab er der noch unerfahrenen Pilotin, die nötigen Anweisungen,“ Jetzt rechte Pedale ein wenig treten“, „etwas mehr nach links und vorsichtig hochziehen“ ….. So ging es bis zur erfolgreichen Landung. Doch der erfahrene Fluglehrer war natürlich die ganze Zeit im Übernahmemodus und hätte zu jedem Zeitpunkt in das Geschehen eingreifen können.

Die gesamte Flugzeit hatte Anna Mistrieh eine sogenannte Hochschule Osnabrück, FMO, Münster JournalEye-Tracking-Brille auf. Hiermit ist die Blickerfassung oder Okulographie der Personen hinter der Brille möglich. Dadurch ergeben sich bislang unerreichte Funktionalitäten und Erkenntnisse, auch für die Ausbildung. Die Hochschule hat bisher etwa 50.000 Euro in die Beschaffung der Hardware gesteckt, bei der es darum geht, Prozesse zu verbessern und zu optimieren.