Feuerwehr bewältigt zeitgleich zwei dicke Einsätze.

Zu einem ausgeweitetem Kellerbrand in einem viergeschossigen Gebäude an der Südstraße, rückte am heutigen Freitagvormittag die Feuerwehr Münster aus. Anwohner hatte die starke Rauchentwicklung bemerkt und die Einsatzkräfte gegen 11.05 Uhr alarmiert. Trotz der extrem starken Rauchentwicklung wurde niemand verletzt. Der Brandgeruch war sogar noch auf dem alten Zoogelände, an der Himmelreich-Allee, wahrnehmbar.

Das Gebäude wurde komplett auf eventuell noch in den Wohnungen verbliebene Personen durchsucht. Durch den professionellen Einsatz der Feuerwehrleute wurde weiterer Schaden verhindert.  Zeitgleich wurde es eng in der zentralen Einsatzzentrale am York-Ring. Dass ebenfalls am Vormittag mit der Klärung einer Verdachtsstelle für Weltkriegsmunition beauftragte Team der Bezirksregierung, wurde fündig und brachte den Beweis für einen im Boden liegenden Blindgänger, in Form einer britischen 250-Kilogramm-Bombe. 

Im Umkreis von 250 Metern mussten nun schnellstmöglich rund 1800 Personen, im Bereich Orléans-Ring, Apfelstaedtstraße, Horstmarer Landweg, Philippistraße, Wilhelmstraße, Peter-Wust-Straße, Kapuzinerstraße, Jessingstraße und Röschweg, evakuiert werden. Danach wurden die Vorbereitungen für geordnete Straßensperrungen und Umleitungen getroffen. Als Betreuungsstelle für die evakuierten Personen, diente die Mensa am Ring.

Um 15.40 Uhr konnte der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg die britische 250-Kilogramm-Bombe ohne Probleme entschärfen. Ein Teil des Zünders (“Detonator”) wurde separat gesprengt.

Unmittelbar danach wurden die Straßensperrungen der umliegenden Bereiche aufgehoben und durch die Feuerwehr wieder freigegeben. Die Evakuierung wurde ebenfalls aufgehoben. Durch die gute Zusammenarbeit mit den Bewohnern der betroffenen Gebiete, wurde ein großes Chaos im Freitags-Feierabendverkehr erfolgreich, verhindert.