“Das ist einfach eine Art von Freiheit”

– Mit Unterstützung von Assistenten organisiert Pierre Rangosch seinen Alltag in der eigenen Wohnung. Er entscheidet selbst, wann welcher Assistent kommt. “Wegen meiner Spastik ist es für mich besser, wenn die Wechsel zwischen den Assistenten nicht so häufig sind”, erläutert er. Und fügt hinzu: “So wie ich jetzt leben kann, das ist einfach eine Art von Freiheit – dank des persönlichen Budgets.” Pierre Rangosch ist einer der Menschen, die in der Ausstellung “Persönliches Budget – Mehr als Geld” in der Stadtbücherei Münster von ihrer Erfahrung berichten. Bei der Eröffnung der Ausstellung machte er Mut, das persönliche Budget zu beantragen.

Mit dem persönlichen Budget können Menschen mit Behinderung selbst entscheiden, in welcher Form, wie und durch wen sie ihre benötigte Unterstützung zur Teilhabe erhalten möchten. Es besteht ein Rechtsanspruch auf diese Form der Leistung. Sie ist aber wenig bekannt und wird daher wenig genutzt. Um das zu ändern, haben das Sozialamt der Stadt, das Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben und die Teilhabeberatung “Lebens(t)raum” die Ausstellung nach Münster geholt.

“Ich hoffe, dass diese wichtige Ausstellung sowohl Menschen mit Behinderung als auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Beratungsstellen und Leistungsträgern davon überzeugt, dass das persönliche Budget zu mehr Selbstbestimmung führen kann”, so Marianne Koch, Vorsitzende der städtischen Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen.

Die Ausstellung ist bis Samstag, 30. März, in der Stadtbücherei am Alten Steinweg zu sehen. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 10-19 Uhr, Samstag 10-18 Uhr. Am Donnerstag, 28. März, 16-18 Uhr, sind zwei Mitarbeiterinnen des Sozialamtes und ein Mitarbeiter des Kompetenzzentrums Selbstbestimmt Leben für Fragen zum persönlichen Budget anwesend. Am Samstag, 30. März, 11-13 Uhr, beantworten Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle Lebens (t)raum und des Kompetenzzentrums Fragen. – Information: www.stadt-muenster.de/sozialamt und www.ksl-muenster.de/de


Marianne Koch (Mitte), eröffnete die Ausstellung.