Schutz gegen sexualisierte Gewalt im Sportverein

Stadtsportverband, Kreissportbund und Stadt Greven laden zu einer Fortbildung ins Rathaus ein. Thema ist der „Schutz gegen sexualisierte Gewalt im Sportverein“. Angesprochen sind neben Trainerinnen und Trainern vor allem Menschen, die in Sportvereinen Verantwortung tragen.

Bestimmte körperliche Kontakte im Training sind völlig normal und durchaus erwünscht, etwa das Trösten von Kindern, wenn sie Trost brauchen. Aber wo hört der Trost auf und wo beginnt die Verletzung der Intimsphäre des Kindes? Was darf ich als Übungsleiter, wo sind Grenzen? Wie wollen wir uns als Verein zu der Frage verhalten? Was ist zu beachten, wenn ich mit Kindern und Jugendlichen unterwegs bin?

Beim Thema sexualisierte Gewalt geht es nicht nur um den sexuellen Missbrauch oder um den Besitz von kinderpornografischem Material, sondern beispielsweise auch um die Anwesenheit des Trainers oder der Trainerin unter der Dusche. Oder um Gewalt, die sich Kinder und Jugendliche bewusst oder auch unbewusst untereinander zufügen. Es reicht nicht aus, strafbare Formen sexualisierten Handelns in den Blick zu nehmen. Denn nicht alles, was (noch) nicht strafbar ist, ist erlaubt.

Die Frage, welche Handlungen im Verein akzeptiert sind und welche nicht, sollte offen und kontrovers diskutiert werden, um zu klaren Regelungen zu kommen. Die Veranstaltung soll den Teilnehmenden die Möglichkeit geben, sich über alle Aspekte sexualisierter Gewalt im Sportverein zu informieren und es sollen Wege zum verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema aufgezeigt werden.

Die etwa zweistündige Fortbildung am 10. April startet um 17:30 Uhr im Fraktionsraum 1 im Rathaus, sie ist kostenfrei. Interessierte können sich bis zum 05. April telefonisch anmelden bei Christa Kriete von der Stadt Greven, Tel. 02571 920 258 oder unter Christa.Kriete@stadt-greven.de.