Vier große Amberbäume vor dem Bahnhof

– Es tut sich etwas auf dem Bahnhofsvorplatz an der Westseite des Hauptbahnhofs. Die Deutsche Bahn AG hat vier “Großbäume” vor dem neuen Empfangsgebäude eingepflanzt. Zuvor hatten in gut einwöchiger Arbeit Baufirmen die Standorte und die Pflanzgruben vorbereitet. Grundplatten für die Gitterrostabdeckung wurden in den Boden eingelassen, Pflanzsubstrat und Bewässerungsrohe wurden eingebracht. Am Mittwochabend, 27. Februar, war es um 21.30 Uhr soweit: Ein Lkw lieferte die vier Bäume aus der Baumschule vor dem Bahnhof an, wo sie mit einem Autokran in die Pflanzgruben gehievt wurden.

“Um den Busverkehr und die Fußgängerströme am Bahnhofsvorplatz nicht unnötig zu behindern, haben wir uns zu dieser nächtlichen Aktion entschlossen”, sagte der gut gelaunte Bahnhofsmanager Michael Jansen an Ort und Stelle. “Schließlich war die DB der Stadt ja noch etwas schuldig im Zusammenhang mit dem Neubau des Empfangsgebäudes.”

Bei den Bäumen handelt es sich gewissermaßen um junge Erwachsene, es sind Amberbäume, etwa zwischen 15 und 20 Jahre alt, also gewissermaßen gerade volljährig. Der Stammumfang beträgt schon rund 35 Zentimeter und sie sind bereits entsprechend hoch gewachsen. Wegen ihrer Größe haben die Bäume beste Chancen, sich an diesem Standort auch behaupten zu können.

Stadtbaurat Robin Denstorff ist denn auch zufrieden mit dieser Verbesserung am Bahnhof. “Für den Vorplatz sind die Bäume ein Gewinn, nicht nur gestalterisch. Nach dem Ende der Baumaßnahmen auf der Ostseite des Hauptbahnhofs werden wir dann endlich auch die Umgestaltung des Vorplatzes auf der Westseite fortsetzen können.”

Im städtebaulichen Vertrag zwischen der Bahn und der Stadt war 2014 vereinbart worden, dass nach dem Neubau des Empfangsgebäudes vier Großbäume als Ersatz zu pflanzen sind und der Bahnhofsvorplatz damit eine deutliche Aufwertung erfahren soll. Die Standorte waren bereits vor den Baumaßnahmen zwischen Bahn und Stadt gemeinsam festgelegt worden. Auch die Bäume wurden schon vor längerer Zeit gemeinsam ausgewählt und in der Baumschule für ihren neuen Standort vorbereitet.

Nun ist die Kiss-und-Ride-Spur (Bahnhofsvorfahrt) in der Kleinen Bahnhofstraße ausgeschildert und für die Bahnkunden nutzbar, außerdem stehen provisorisch ausreichend Kapazitäten zum Abstellen von Fahrrädern zur Verfügung. Neben einzelnen ergänzenden Gestaltungsmaßnahmen werden nun weitere Baumaßnahmen im Bereich Bahnhofstraße und Bahnhofsvorplatz erst dann möglich sein, wenn das Bauvorhaben auf der Ostseite abgeschlossen und der Hauptbahnhof wieder von beiden Seiten adäquat zu erreichen ist. Dann hat Münster endlich einen Hauptbahnhof, der den Namen verdient, mit zwei gleichwertigen Seiten und modernen Gebäuden.