Das ungewöhnliche Gartenfest der Sinne

– Veranstaltungen gelten als erfolgreich, wenn mehr Besucher als Einwohner der gastgebenden Ortschaften, zu den Events kommen. Daher kann die nun zum sechsten Mal durchgeführte Veranstaltung im Grevener-Ortsteil Schmedehausen, nicht nur als erfolgreich, sondern sogar als künstlerisches Highlight angesehen werden. Der schon traditionelle 1.Mai-Termin avanciert inzwischen innerhalb der münsterländischen Kunst- und Kulturszene, zur ernstzunehmenden Schnittstelle Kunst-affiner Zeitgenossen.

Bei erstklassigen Wetterbedingungen trafen sich Künstler, Kunstinteressierte und Freunde im Kunstgarten von Andrea Poleratziki und Jörg Blankenstein (Rucksack Catering), zum alljährlichen 1.Mai – Gartenfest am Jakobsweg. Dieses Gartenfest ist inzwischen bis weit über das Münsterland hinaus, bekannt. Spricht es doch in ganz besonderem Maße die Sinne und das innere Kunstverständnis der Gäste an. Und die Nachbarschaft in Schmedehausen stimmt. Denn gemeinsam mit der Nachbarschaft wurde aus dem kleinen Gartenfest ein Ort, wo sich alle gern treffen.

Auch die Zeitschrift „Brigitte“, wurde mit ihren “Radtouren Insider Tipps” auf diesen ganz besonderen Ort aufmerksam, und nahm ihn schon 2016, in die Liste der – ganz besonderen Urlaubstipps mit auf. Die Empfehlung ist eindeutig – “Dieser Ort ist besonders-skurril eingerichtet, dabei aber irre gemütlich” – Atmosphäre und Flair, stehen vielen Skulptur-Projekten in nichts nach, und auch so manche Kunstmärkte in den Niederlanden können dieser Rund-um gelungenen Veranstaltung das Wasser nicht wirklich reichen.

In diesem Jahr gaben sich Schwahnart, Frau Mone, Julia Tewocht, Sahrah Schrot, Franz Josef Schwegmann sowie die Tree Mountain Stringband, Celtic Rover und Tobias Link die Ehre. – Über die Künstler “Schwahnart und Julia Tewocht” berichten wir in den folgenden Wochen ausführlich.

Bei fast allen, der über 600 Gäste, die bei freiem Eintritt das illustre Garten-Happening genossen, stand schon vor dem Ende des 1.Mai-Feiertags das nächste Jahr als Pflichtveranstaltung in den Kalendern.


Über Schmedehausen:
Im Jahr 1200 bildete der Ort Schmedehausen die Grenze zwischen dem Fürstbistum Münster und der Grafschaft Tecklenburg.
Im Dreißigjährigen Krieg 1618–1648 wurde der Grenzort als Verbindungsachse und Grenzstation von den Verhandlungsführern des Westfälischen Friedens (Münster/Osnabrück) benutzt. Danach wurde die Grafschaft Tecklenburg, im Jahr 1707, preußisch. 1802 überschritt General Blücher mit seinen Truppen die Grenze bei Schmedehausen, um den östlichen Teil des Fürstbistums Münster, im Napoleonischen Krieg, zu besetzen.
Zwischendurch gliederten die Franzosen Schmedehausen in das Département Lippe zu Frankreich ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Schmedehausen endlich ein Teil von Nordrhein-Westfalen. Inzwischen steht der Ort in vielen Terminkalendern der Künstlerszene und auf der Route weltweiter Pilger, sowie Fans der besonderen Gästezimmer am Domhof 23.