Endspurt für wichtige Stadtthemen

In rund 40 Metern Höhe, fand am gestrigen Montagmittag, die Pressekonferenz der Stadt Münster mit Zukunftsthemen statt. Als prominenter Ort für diese Vorpremiere, kam das künftige Restaurant der Alexianer „1648“ in der 11. Und 12. Etage des Stadthauses 1., zu dieser Ehre. Münsters Oberbürgermeister „Markus Lewe“, hatte mit einem großen Bündel an Informationen für die Presse, geladen.

Doch zuvor bedankte sich Markus Lewe für die hervorragende Arbeit des Interimsgeschäftsführers Stefan Grützmacher, der im September 2018 die Geschäftsführung und die Interessen der Stadtwerke Münster, erfolgreich, übernahm. Ebenso bedankte er sich bei dem Aufsichtsratsvorsitzenden Alfons Reinkemeier für die geleistete Arbeit und die strategische Neuorientierung der Stadtwerke, sowie die Gründung der Münster-Netz GmbH. Nicht zuletzt lobte er die Gewinne von 26,8 Millionen Euro im Jahr 2018 des Energie- & Mobilitäts-Unternehmens.

Zukunftsweisend
Der Oberbürgermeister fand für Dr. Thomas Robbers und sein Team von der Wirtschaftsförderung Münster, weitere Worte des Lobes. Die Firma BASF Coatings hat eine mutige Geschäftsfelderweiterung mit Folien begonnen, die als Markenzeichen bald „Made in Münster“ in der Wahrnehmung haben könnte. Dies alles trägt dazu bei, das in Münster innerhalb von 10 Jahren rund 30.000 Arbeitsplätze geschaffen wurden.

Weiterhin führte er die Entwicklung in den Bereichen „Mehr Service für alle Bürgerinnen und Bürger” in den städtischen Schwimmbädern mit ausgedehnten Öffnungszeiten und attraktiven Angeboten, dem Ausbau des Stadions an der Hammer Straße inklusive Mobilitätsstation, die fortschreitenden Arbeiten für die neuen Wohnquartiere York- und Oxfordkaserne und nicht zuletzt den Rückenwind für einen „MusikCampus“ an- Das sind einige Projekte und Herausforderungen, für die Münster die Weichen stellt oder gestellt hat.

„Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, die Zukunft Münsters mit ihren Potentialen und Chancen zu gestalten. Zurzeit laufen in Münster 3200 Bauprojekte gleichzeitig. Die Stadt ist gewachsen, großstädtischer und bunter geworden. Toleranz und gegenseitiger Respekt sind in unserer Stadt allgegenwärtig und werden gelebt. Wir sind urban, weil wir die städtischen Qualitäten konsequent entwickeln und von dem steten Zustrom junger Menschen an den Hochschulen profitieren. Und wir bieten ein Zuhause, weil wir die Bezüge der Menschen zu ihren Stadtteilen bewahren.“

„Münster hat einen riesigen Quantensprung erlangt, als Standort einer der bedeutendsten Batterieforschungsstandorte. Das passt einfach in die heutige Zeit, auch aufgrund des Klimawandels und der Wahrnehmung in Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung. – Auch bezahlbares Wohnen steht ganz oben auf der Agenda, durch die beiden Kasernen und weitere Orte, die wir erschlossen haben. Was auch für Schulen und Kitastandorte wichtig ist. – Als weitere Themen kommt eine störungsfreie Wohnqualität mit intelligenten Verkehrssystemen. Dazu jährlich  zweitausend neue Wohneinheiten in Münster, sowie die Verhinderung von Bauspekulationen, soweit dies möglich ist“ verkündete Lewe stolz.

Bürgerservicezentrum bündelt Dienstleistungen
Zu den größeren Bauprojekten passt das gewichtige Modernisierungspaket für das denkmalgeschützte Stadthaus 1. In vier Etappen – Baustart war 2017 – wird das zentrale Verwaltungsgebäude mit seinen sechs Gebäudeteilen bis 2021 grundlegend saniert und zukunftsfest aufgestellt für effektiven Bürgerservice. Störungsfrei voran schreiten aktuell die Arbeiten im Bauteil D. Durch neue Grundrisse, bauliche Optimierungen und ein durch den Wegfall von Ladenlokalen deutlich großzügigeres Foyer, entsteht bis zum späten Frühjahr 2020 das moderne und barrierefreie Bürgerservicezentrum.

Zentrale städtische Dienstleistungen werden hier auf drei Etagen gebündelt. „Kurze Wege“ laute die Maxime, denn die Münster-Information und der Counter für Bürgerangelegenheiten (EG), das Bürgeramt (1. OG) und das Standesamt (2. OG) sind benachbart untergebracht. In den oberen Geschossen wird in Kürze frischer Estrich verlegt, in den Ebenen darunter betonieren Fachleute in diesen Wochen neue Treppen. Insgesamt nimmt die Stadt rund 38,5 Millionen Euro für die Grundsanierung des zwischen 1956 und 1960 errichteten Verwaltungsgebäudes in die Hand. Die Arbeiten in zwei Bauteilen sind bereits komplett abgeschlossen. Auch im Hochhaus (3. Bauabschnitt) arbeiten auf neun Etagen seit einem halben Jahr die Verwaltungskräfte in rund 80 modernisierten Büros. Für die energetische Sanierung, für Barrierefreiheit und die Optimierung dieses Bauteils steuerte das NRW-Städtebauförderprogramm 1,81 Millionen Euro bei.

Das neue „1648“ – Endspurt im Hochhaus
Der Endspurt ist auf den obersten Etagen eingeläutet. Im September wollen die Alexianer in der zehnten, elften und zwölften Etage, ihr als Integrationsbetrieb geführtes Café & Eventlocation eröffnen, dass zugleich als Betriebsrestaurant für die städtischen Beschäftigten und externe Gäste dient. Die komplexen und technisch anspruchsvollen Umbauten nahmen mehr Zeit in Anspruch als anfänglich kalkuliert. Hohe Anforderungen an Lüftung, Klima und Brandschutz mussten in Einklang gebracht werden, mit der vorhandenen Bausubstanz. Geringe Deckenhöhen machten Probleme, Decken wurden aufwendig statisch ertüchtigt.

Jetzt aber steht der Termin und weckt Vorfreude: Oberbürgermeister Markus Lewe: „Das `1648` bietet nicht nur eine einmalige Aussicht. An dieser exponierten Stätte betreiben die Alexianer ihre Gastronomie als Inklusionsunternehmen – dafür bin ich sehr dankbar.“ Norbert Mussenbrock, Geschäftsführer der Alexianer, erwiderte: „Es wird für alle bereichernd, wenn die unterschiedlichsten Menschen tagtäglich in Kontakt sind. Wir freuen uns auf die Eröffnung im Herzen der Stadt im September 2019.“
Die Schlussetappe der Stadthaus-Sanierung wird im kommenden Jahr mit dem Bautrakt zwischen Klemensstraße und Prinzipalmarkt, inklusive Stadthausgalerie, in Angriff genommen. Die Sanierung konzentriert sich nicht nur auf das Innere: Auch der Syndiaktplatz und der Platz des Westfälischen Friedens, wird zwischen 2020 und 2022 neu gepflastert.