Tagesarchive: 11. Mai 2020

Coronavirus: 1008 Beschäftigte des fleischverarbeitenden Betriebs getestet

Das Kreisgesundheitsamt teilt am heutigen Montag (11. Mai 2020) mit, dass inzwischen bei 1008 Beschäftigten eines fleischverarbeitenden Betriebs in Coesfeld Abstriche genommen worden sind. Was die Ansteckung mit dem Coronavirus betrifft, sind 254 Personen davon positiv getestet worden; bei 512 Menschen hat sich die Befürchtung nicht bestätigt.

„Die Testung der Beschäftigten, aber auch die Umsetzung der Quarantäne-Anordnungen standen bei unseren aktuellen Begehungen in den Unterkünften im Vordergrund“, betont Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr. Dabei wurden die Teams des Kreises von Mitarbeitern der örtlichen Ordnungsbehörden in den jeweiligen kreisangehörigen Städten und Gemeinden sowie Vertretern des Dezernates für Arbeitsschutz der Bezirksregierung unterstützt. In einem Fall wurde ein Quarantäne-Verstoß festgestellt, an anderer Stelle fehlte es an Desinfektionsmitteln. Ansonsten sind am Wochenende keine gravierenden Mängel aufgefallen. „Die systematische Überprüfung der Wohnstätten wird fortgesetzt und intensiviert – auch unter arbeitsschutzrechtlichen Aspekten“, berichtet der Landrat. Verbesserungsmöglichkeiten wurden notiert. Eine Kontrolle von Wohnungen ist generell nur möglich, wenn Verdachtsmomente vorliegen.

Die Testung im Rahmen der Begehungen ist nun erst einmal abgeschlossen. Alle weiteren Beschäftigten, deren Abstrich noch aussteht, werden zur Testung in das Diagnose- und Behandlungszentrum der Kassenärztlichen Vereinigung nach Dülmen geschickt. Das Kreisgesundheitsamt greift auch verstärkt auf Dolmetscher zurück, da viele Beschäftigte osteuropäischer Herkunft sind. „Wenn wir den Menschen die Dinge in ihrer Muttersprache erläutern, dann stoßen wir auf sehr viel Verständnis für die erforderlichen Maßnahmen“, berichtet Celine Klostermann, Ärztin im Kreisgesundheitsamt.

Die Begehungen fanden aktuell in 15 größeren Unterkünften (ab acht Personen) und 37 kleineren Wohnungen statt – in Billerbeck, Coesfeld, Dülmen, Nottuln und Rosendahl; ein Schwerpunkt liegt dabei in der Kreisstadt. Ein Gesamtüberblick aller Unterbringungsmöglichkeiten steht noch aus, weil es sich vielfach auch um private Wohnungen handelt. Die ersten Überprüfungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus-Ausbruch hatten am 29. April 2020 stattgefunden. Seit der vorletzten Woche betreibt das Kreisgesundheitsamt seine aktive Fallsuche, die letzten Donnerstag auf sämtliche Beschäftigte des Betriebes ausgeweitet wurde.

„Den Menschen im Kreis Coesfeld wird derzeit sehr viel abverlangt. Die Bevölkerung, aber auch die betroffenen Betriebe bitte ich um Geduld, Besonnenheit und Solidarität. Gemeinsam werden wir auch diese schwierige Zeit meistern“, ist der Landrat überzeugt. Zugleich appelliert er an die Bevölkerung, auch Verständnis für die Betroffenen zu haben: „Es sind Menschen, die hart für den Lebensunterhalt ihrer Familien arbeiten und deshalb hier sind.“

Im Kreis Coesfeld ist die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungen mit dem Coronavirus am heutigen Montag (11. Mai 2020) auf insgesamt 805 Fälle angestiegen – gegenüber dem Stand von 780 Fällen am gestrigen Sonntag (10. Mai 2020). 457 Menschen sind inzwischen gesundet. Es sind im Kreis Coesfeld aktuell keine weiteren Todesfälle zu beklagen. Alle aktuellen Zahlen finden sich auf der Seite https://www.kreis-coesfeld.de/themen-projekte/gesundheit/coronavirus.html.

Insgesamt werden im Kreis Coesfeld zwölf Erkrankte im Krankenhaus behandelt, keiner davon auf der Intensivstation.

 

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